Berliner Spaziergang

Zur Person

Zu Hause Christine Köhler-Azara wird 1957 in Osnabrück in Niedersachsen geboren, macht ihr Abitur und beginnt anschließend mit 18 Jahren ein Freiwilliges Soziales Jahr bei einer Psychiatrie in Telgte, in der Nähe von Münster. Dort kommt sie zum ersten Mal mit Drogenabhängigen in Kontakt, muss Gleichaltrige oder Ältere bis auf die Toilette für die Urinprobe begleiten.

Nach Berlin Im Jahr 1976 zieht sie nach Berlin und beginnt ein Studium der Soziologie an der Freien Universität (FU). Ihre Abschlussarbeit schreibt sie über unterschiedliche Beratungskonzepte für Drogenabhängige und welches Menschenbild diesen zugrunde liegt. Sie kommt bis heute zu dem Ergebnis, dass es nicht allein die Beratungstherapie ist, die einen Erfolg garantiert, sondern vielmehr das Verhältnis zum Berater ausschlaggebend ist. Christine Köhler-Azara ist seit 1988 verheiratet und hat zwei erwachsene Töchter.

Im Dienst Nach ihrem Studium ist sie zunächst ein Jahr arbeitslos, bewirbt sich erfolglos auf verschiedene Stellen. Von 1983 an arbeitet sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin in einem Forschungsprojekt zur beruflichen Rehabilitation von Drogenabhängigen am Institut für Rechtsmedizin der FU. Zwei Jahre später tritt sie eine ABM-Stelle im Drogenreferat der damaligen Senatsverwaltung für Schule, Jugend und Sport Berlin an, heute ist der Bereich der Senatsverwaltung für Gesundheit, Umwelt und Verbraucherschutz zugeordnet. Seit 2007 ist sie die Drogenbeauftragte des Landes Berlin und setzt sich besonders für Suchtprävention ein - auch im Vorschulalter.

Der Spaziergang Die Route führt von der Integrativen Suchtberatungsstelle der Caritas zur Psychiatrischen Abteilung im St. Hedwig-Krankenhaus und zum Café Seidenfaden in der Dircksenstraße.