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Der Bau der Pipeline

Bedarf Der Bau der Ostsee-Pipeline wurde im Jahre 2005 zwischen dem damaligen Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) und dem damaligen russischen Präsidenten Wladimir Putin in Berlin vereinbart. Vor dem Hintergrund von Prognosen der Internationalen Energie-Agentur, die in den nächsten Jahrzehnten einen stark wachsenden Erdgasbedarf voraussagten, sollten zusätzliche Transportkapazitäten geschaffen werden. Russland verfügt über die größten Gasreserven der Welt, die EU ist der größte Importeur.

Rohre Seit 2010 wurden auf speziellen Verlegeschiffen 200 000 jeweils zwölf Meter lange Rohre für den Doppelstrang zusammengeschweißt und zwischen dem russischen Wyborg und Lubmin im Ostseewasser versenkt. Damit die Leitung am Meeresgrund liegen bleibt, wurden die Rohre in einer extra auf Rügen errichteten Fabrik mit Beton ummantelt. Mit rund 20 Kilometern pro Stunde wird das sibirische Gas nach Lubmin strömen. Dort werden, wenn im Herbst 2012 auch der zweite Strang betriebsbereit ist, bis zu 55 Milliarden Kubikmeter Erdgas pro Jahr in die beiden Überlandleitungen OPAL in Richtung Tschechien und NEL nach Westeuropa eingespeist.

26 Millionen Haushalte können laut Nord Stream dann mit Erdgas versorgt werden. Mindestens 50 Jahre lang will das Konsortium Erdgas durch die Ostsee nach Europa leiten. Zu der Einweihungsfeier wurden 420 Gästen geladen, darunter Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), der russische Präsident Dmitri Medwedjew, der französische Premierminister François Fillon und der niederländische Ministerpräsident Mark Rutte. Energiekonzerne ihrer Länder und 26 internationale Banken haben die 1224 Kilometer lange Ostsee-Pipeline finanziert.