Griechische Politiker

Papandreou und seine Rivalen

Giorgos Papandreou (59), Ministerpräsident: Selbst wenn er die Vertrauensfrage überstehen sollte, scheinen seine Tage gezählt. Regierungskreisen zufolge ist er bereit, eine Einheitsregierung mit den Konservativen zu bilden und dann zurückzutreten.

Evangelos Venizelos (54), Finanzminister: Er führte den Widerstand gegen das geplante Referendum an. Der stellvertretende Regierungschef ist ein Parteipolitiker der alten Schule, er versteht es, die richtigen Fäden zu ziehen. Er gilt als redegewandt.

Andreas Loverdos (55), Gesundheitsminister: Er hat sich in letzter Zeit immer deutlicher als Mitbieter für den Parteivorsitz ins Spiel gebracht. Auch er hatte den Referendumsplan mit staatsmännischen Formulierungen verurteilt, noch vor Venizelos.

Anna Diamantopoulou (52), Bildungsministerin: Mit Loverdos gilt sie als denkbare Kandidatin für den Parteivorsitz, sollte die Partei sich ein "neues Gesicht" geben wollen. Sein gilt als dynamisch, unverbraucht und erfolgreich in ihren Fachressorts.

Lukas Papadimos (64), Ökonom: Er wäre ein unabhängiger Kandidat für eine Übergangsregierung, der Papandreou nahesteht. Papadimos war von 2002 bis 2010 Vizepräsident der Europäischen Zentralbank. Er berät Papandreou und reist für ihn oft nach Brüssel.

Antonis Samaras (60), Oppositionschef: Der Chef der konservativen Nea Dimokratia ist einer der wichtigsten Widersacher Papandreous. Er lehnte die Sparvorhaben der Regierung ab und forderte Papandreou nach Absage des Referendums zum Rücktritt auf.