Programme

Wie die Währung gerettet werden soll

Die Euro-Zone versucht seit 2010, die Krise in den Griff zu bekommen. Entstanden ist sie, weil einzelne Länder über ihre Verhältnisse gelebt haben, hohe Schulden aufhäuften und jetzt nur zu hohen Zinsen Geld bekommen, was die Länder an den Rand der Zahlungsunfähigkeit bringt. Bisher reichten alle Gegenmaßnahmen nicht aus.

Die Programme und wie sie geändert werden sollen:

Griechenland Das Hilfspaket für das überschuldete Griechenland schnürten EU, Europäische Zentralbank und Internationaler Währungsfonds (IWF) Anfang Mai 2010. Sie stellen Kredite von bis zu 110 Milliarden Euro bereit. Griechenland versprach radikale Reformen, die aber zu ehrgeizig sind. Im Juli 2011 legten die Euro-Länder mit einem zweiten Paket im Umfang von 109 Milliarden Euro nach. Auf dem Gipfel an diesem Mittwoch soll ein Schuldenschnitt beschlossen werden: Die Gläubiger sollen auf 30 bis 60 Prozent ihres geliehenen Geldes verzichten.

EFSF Anfang Mai 2010 beschlossen die EU-Finanzminister einen Rettungsschirm mit Geld von EU, IWF und der neuen Europäischen Finanzstabilisierungsfazilität (EFSF). Sie verkauft Anleihen, für die die Euro-Länder bürgen, und vergibt das so beschaffte Geld als Kredit an ein bedürftiges Euro-Land. Hilfe beantragt haben Irland und Portugal. Ende Juli 2011 stockten die Euro-Länder den Garantierahmen von 440 auf 780 Milliarden Euro auf.

Hebel Um noch mehr Geld bereitstellen zu können, ohne dass die Haftungssumme steigt, soll die EFSF mehr Befugnisse bekommen. Im ersten Modell würde sich ein angeschlagenes Land per Anleihe Geld beschaffen, die EFSF aber nicht für die gesamte, sondern nur für eine Teilsumme bürgen, beispielsweise 20 Prozent. 80 Prozent des Risikos müssten die Investoren tragen. Mit 20 Euro Garantie könnten so 100 Euro beschafft werden. Im zweiten Modell wird eine Gesellschaft gegründet, an der die EFSF einen Teil, zum Beispiel 20 Prozent hält und in Höhe dieses Anteils auch bürgt. Der Rest geht an Investoren. Die Gesellschaft soll dann Anleihen der angeschlagenen Länder kaufen.