Chronik der Ereignisse

"Willkommen zu Hause, Heiliger Vater"

Mit Rückenwind: Benedikt XVI. erlebt in Berlin einen vollgepackten ersten Tag seiner dritten Deutschlandreise. Unsere Reporter haben den Papst durch die Stadt begleitet

10.00 Uhr, Berliner Luftraum Die ersten Worte richtet Benedikt XVI. noch in der Luft an die Öffentlichkeit. "Ich komme freudig nach Deutschland. Ich bin in Deutschland geboren, die Wurzel kann und soll nicht abgeschnitten werden", sagt er mitreisenden Journalisten. Der Airbus 320 wird von drei Eurofightern begleitet.

10.16 Uhr, Flughafen Tegel Hunderte Augenpaare richten sich in die Sonne. Ist er das? Ein kleines Flugzeug durchbricht, ein wenig schwankend, die Spätsommerwolken. Die Maschine ist grün-rot-weiß, Alitalia steht darauf, also: Ja! Benedikt XVI. kommt eine Viertelstunde zu früh in Berlin an. Der Papst hat Rückenwind. Sanft setzt der Flieger auf. Es ist ein Empfang mit allen Ehren. Neben Bundespräsident Christian Wulff und dessen Frau Bettina sowie Kanzlerin Angela Merkel wartet fast die gesamte Regierungsmannschaft auf ihn. Die pinkfarbenen Schärpen der Vertreter der deutschen Bischofskonferenz wehen im Wind, Kinder schwenken gelbweiße Fähnchen. Das letzte Stück des roten Teppichs wird ausgerollt. Das Wachbataillon der Bundeswehr marschiert auf.

10.32 Uhr Als erstes tritt ein Fotograf aus der Maschine, keine Sekunde dieses Besuchs soll undokumentiert bleiben. Zwei Minuten später donnern 21 Haubitzenschüsse, als der Papst heraustritt. Er steht im Wind, oben auf der Gangway, schmal sieht er aus, nachdenklich, der Wind trägt seinen Umhang in die Höhe, umspielt das weiße Haar. Das goldene Kreuz ruht auf der Brust. Er wirkt klein, zerbrechlich, als der Wind in sein Gewand fährt und ihm die weißen Haare verwirbelt. Sein Blick fast schüchtern und abwartend. Es ist die 21. Reise als Papst Benedikt XVI., sein dritter Besuch in Deutschland, der erste als offizieller Staatsgast. Und sein erster Besuch nach Bekanntwerden der Missbrauchsskandale, die die katholische Kirche erschüttert haben wie nichts anderes seit dem Zweiten Weltkrieg.

10.35 Uhr Der Papst schreitet die Gangway herunter, die ersten Stufen zögerlich, die unteren schnell. Als erstes nimmt er die Hand Christian Wulffs, dann die seiner Frau, sie nehmen ihn in die Mitte. Angela Merkel wartet im Hintergrund, wenig später stellt sie ihm nach der Reihe die Mitglieder des Bundeskabinetts vor, einmal fliegt dem Papst dabei sein Umhang ins Gesicht. Hinter ihn steht immer jemand, der ihn wieder ordnet. Er lächelt, als er die Würdenträger begrüßt. Die Atmosphäre ist warm, wie bei einem Familienbesuch.

10.41 Uhr Die Kanzlerin, der Bundespräsident und der Papst laufen weiter über den roten Teppich. Er hat dieselbe Farbe wie die Schuhe des Papstes.

11.06 Uhr, Schloss Bellevue Die letzten Vorbereitungen für den Staatsempfang laufen. Bischöfe und Kardinäle gruppieren sich im Halbkreis um den roten Teppich, ihre Soutanen tanzen durch den Wind. Der Rasen vorm Eingang wirkt fast künstlich grün. An der Seite stehen die Tribünen, voll besetzt mit rund 1100 geladenen Gästen. Die Sonne scheint, die drei Flaggen - Vatikan, Europa, Deutschland - flattern weniger stark als auf dem Flughafen.

11.10 Uhr Der Papst scheint auch im Auto Rückenwind zu haben. Wieder kommt er vor der geplanten Zeit an, auch im Schloss Bellevue. Jeder Gullideckel, jeder Hydrant auf dem Weg ist versiegelt, es herrscht die höchste Sicherheitsstufe, die weltweit nur vier oder fünf Menschen gilt - etwa dem US-Präsidenten. 6000 Polizisten sind in Berlin im Einsatz.

Am Schloss Bellevue haben sich nur etwa 150 Menschen am Straßenrand versammelt, sie jubeln kaum, schauen eher bedächtig dem Limousinen-Tross hinterher. Vereinzelt werden Vatikan-Flaggen geschwenkt. Anette Schwartz ist extra aus dem Münsterland gekommen, wirklich glücklich sieht sie aber nicht aus. Sie wird später noch bei der Messe dabei sein, aber sie hatte gehofft, hier dem Papst ein wenig näher zu kommen. Und jetzt ist er im Auto an ihr vorbeigefahren und sie hat ihn nicht einmal richtig gesehen. Wie zum Hohn läuft in diesem Moment ein Papst-Double an ihr vorbei und verteilt Kondome, auf denen steht: "Das Leben ist kurz. Gönn' Dir eine Affäre." Es ist Werbung für eine Dating-Firma.

11.12 Uhr Die schwarzen Limousinen fahren vor dem Schloss vor. Bundespräsident Wulff geleitet den Papst mit schützend hinter den Rücken gehaltener Hand auf den roten Teppich. Drinnen folgt der Eintrag ins Goldene Buch Deutschlands. Die Unterschrift von Benedikt XVI. ist winzig. Dies ist sowohl typisch für den Gelehrten, der auch seine Rede für den Bundestag selbst geschrieben hat, als auch für die Bescheidenheit des Gottesmannes.

11.19 Uhr Bei der offiziellen Begrüßung guckt Benedikt XVI. nachdenklich ins Nichts, Wulff nach links auf die musizierenden Soldaten. Erst wird die vatikanische Nationalhymne gespielt, dann die deutsche. Da wirkt Benedikt nun lockerer, er lächelt, es sind ja Heimatklänge - beide Hymnen. Der Bundespräsident begrüßt ihn mit den Worten: "Willkommen zu Hause, Heiliger Vater." Wulff spricht hier nicht nur als Bundespräsident, sondern auch als Katholik, der an seiner Kirche auch zu leiden hat - als geschiedener und wiederverheirateter Mann sind ihm die heiligen Sakramente verwehrt. Wulff mahnt beherzte Schritte zur Annäherung der Kirchen an. Sagt aber auch: "Ihr Besuch wird die Christen und ihr Engagement stärken."

11.36 Uhr Nach dem Grußwort setzt sich Benedikt XVI. die Brille auf, der Blick ist konzentriert, jetzt steht der Gelehrte hier. Der weiße Umhang liegt jetzt ruhig. Benedikt dankt für den "liebenswürdigen Empfang". Trotz Staatbesuch sei er in erster Linie gekommen, um den Menschen zu begegnen und mit ihnen über Gott zu reden. Im menschlichen Miteinander, sagt er, gebe es keine Freiheit ohne Solidarität. Das gelte nicht nur für den Privatbereich, sondern auch für die Gesellschaft. "Wie die Religion der Freiheit bedarf, so bedarf auch die Freiheit der Religion." Religion sei die Grundlage für ein gelingendes Miteinander in der Gesellschaft.

11.44 Uhr Der Papst winkt mit beiden Armen und schreitet mit Christian Wulff zurück ins Schloss.

11.50 Uhr, Hannoversche Straße Die Polizei hat die Straße an der Ecke Chausseestraße abgeriegelt. Der Papst wird zum Treffen mit der Bundeskanzlerin und zum Mittagessen in der Katholischen Akademie erwartet. Passanten diskutieren mit der Polizei, sie wollen zur Mensa der Charité. Man müsse leider um den ganzen Block laufen, sagt einer - oder eben einfach mal woanders essen. "So ein Aufwand nur für den Papst, das ist ja schlimmer als im Osten", ruft ein Mann. Er ist völlig außer sich. Die Papstanhänger kann man an einer Hand abzählen. Claudia Bode (40) gehört zu ihnen, schüchtern sagt sie: "Wenn er einmal hier ist, würde ich ihn schon gerne sehen."

12.46 Uhr Die Polizei meldet: Bis zum Mittag keine Zwischenfälle beim Papstbesuch. Berliner und Touristen müssen sich indes in den Bezirken Mitte, Charlottenburg und Neukölln auf starke Verkehrseinschränkungen einstellen. An allen Orten, die der Papst im Laufe des Tages besuchen soll, sind weiträumige Absperrungen eingerichtet. Der Verkehr laufe aber gut, sagt der Polizeisprecher am Mittag. "Wir haben den Eindruck, dass sich die Berliner auf die besondere Situation eingestellt haben." Von Chaos in der Innenstadt könne keine Rede sein. Man kann es auch so sagen: Papst Benedikt XVI. lebt in einer Art ewigem Sonntag. Wo auch immer der Papst sich aufhält, herrscht Stille. Abgesperrte Straßen, teilweise geschlossene Geschäfte, viele Neugierige und Touristen. Den einzigen Lärm verursachen die Hubschrauber am Himmel.

12.51 Uhr, Hannoversche Straße Der Papst kommt am Sitz der Deutschen Bischofskonferenz mit der Kanzlerin zu einem privaten Treffen zusammen. Merkel erhält vom Pontifex eine Kachel mit der Darstellung des Sakramentsbrunnens in den Vatikanischen Gärten. Sie sprechen etwa 30 Minuten. Regierungssprecher Steffen Seibert twittert danach: "Kanzlerin und #Papst sprachen über Europa und Ökumene. #Merkel überzeugt, dass Katholiken und Protestanten das Gemeinsame betonen sollten."

13.30 Uhr Mittagessen in der Katholischen Akademie mit seinem Gefolge.

14.20 Uhr, Friedrichstraße Noch ist nichts vom Papsthype zu spüren. Die S 5 Richtung Olympiastadion wird erst ab Westkreuz voll. Einige der Messebesucher sind sofort als solche zu erkennen. Sie tragen kleine gelbe Hefter mit sich herum. "Papst-Messe-Chorbuch" steht darauf.

14.40 Uhr, Südstern Der Papst kommt zum Mittagsschlaf in die Vatikanische Botschaft nach Neukölln und Regina Michalik kann nicht mehr in ihre Wohnung. Die liegt direkt gegenüber. Sie müsse arbeiten, aber die Polizei lasse sie nicht durch, sagt sie, bevor Seine Heiligkeit nicht im Bett liege.

15.05 Uhr, Olympiastadion Titanic-Satiriker Martin Sonneborn trifft mit einem Fernsehteam ein. Er sei für die "Heute Show" hier, sagt er. "Wir sprechen mit Gläubigen über Kirche und Homosexualität und wir wollen mal schauen, wer lustiger ist: Hitler, Mario Barth oder der Papst. Alle drei sind ja in der Lage, das Stadion zu füllen."

15.20 Uhr Piusbruder Pater Bayer verteilt Broschüren, in denen sich die Bruderschaft beim Papst für die Annäherung bedankt. "Ich erhoffe mir durch die Messe eine Stärkung der Diaspora-Gemeinde in Berlin." Es brauchte viel Mut vom Papst, ausgerechnet nach Berlin zu kommen.

15.30 Uhr, Olympiastadion Franz Potz ist extra aus Österreich gekommen, er ist so etwas wie ein Papst-Groupie, wird auch nach Erfurt und Freiburg fahren. "Kein Mensch ist ohne Sünde", sagt er in Richtung der Protestierenden, die hier vereinzelt herumlaufen. Die Kritik am Papst sei schwach, sagt er. Es werde sie so lange geben, bis endlich alle Menschen den Weg Jesu fänden.

16.10 Uhr, Südstern Ein Hubschrauber über der Hasenheide kündigt den Papst an. Über den Columbiadamm verlässt er die Nuntiatur nach seiner Mittagspause. Ein kleiner weißer Mischling läuft auf die Straße, kurz bevor der Konvoi des Heiligen Vaters um die Ecke biegt. "Leinen Sie ihren Hund an!", ruft ein Polizist. Die Besitzerin zieht mürrisch die Leine hervor. "Wollen Sie nicht den Papst sehen?", fragt eine Schaulustige. "Nee, ich will einfach nur mit dem Hund spazieren gehen." Der Papst sieht klein aus auf dem Rücksitz des schwarzen Wagens. Er schaut aus dem Fenster und lächelt.

16.36 Uhr, Bundestag Der Papst betritt, begleitet von Bundestagspräsident Norbert Lammert, den Bundestag. Er wird stehend mit langem Applaus empfangen. Nach Lammerts Rede verläuft sich der Papst auf dem Weg zum Rednerpult. Lammert geleitet ihn an den richtigen Tisch und tritt ihm dabei versehentlich auf die Soutane. Unablässig klackern die Auslöser der Fotoapparate. Auf seine Körpermitte fällt ein heller Strahl Licht, es sieht fast aus, als scheine das Licht aus ihm heraus. Es sei ihm eine Ehre und Freude, hier sprechen zu dürfen, sagt er. Was folgt, ist eine theologische und rechtstheoretische Rede über das Gute und Böse in der Welt. Das Publikum lauscht konzentriert. An zwei Stellen wird gelacht. Einmal, als er über die ökologische Bewegung spricht, damit aber keineswegs Werbung für eine bestimmte Partei machen wolle. Auf der Journalistentribüne haben die ersten Pressevertreter schon vor der Rede angefangen, diese zu interpretieren. Die einen halten sie für großartig, die anderen sagen enttäuscht: "Steckt keine Eilmeldung drin. Kondome kommen nicht vor." Nach 20 Minuten: stehende Ovationen.

16.50 Uhr, Olympiastadion Es herrscht Gedrängel. Eine Stunde und acht Minuten braucht man momentan, um durch das Südtor zu gelangen. Die Besucher warten friedlich, dann brüllen die Eingangskontrolleure in die Menge, dass keine Taschen über DIN-A4-Größe mit ins Stadion genommen werden dürften. Was bedeutet: Man muss entweder die Tasche wegschmeißen oder wieder rausgehen, die Tasche hinterlegen und sich neu anstellen.

17.15 Uhr, Bundestag Der Papst trifft sich währenddessen noch mit Vertretern der jüdischen Gemeinde um den Präsidenten des Zentralrats der Juden in Deutschland, Dieter Graumann, zu einem Gespräch. Er hält dort eine Ansprache.

17.35 Uhr, Olympiastadion "Wir sind ja fast die einzigen Berliner hier", sagt Patrick, 28. Er ist mit Freundin Steffi, 26, aus Rudow gekommen. Die beiden sind katholisch, gehen zwar nicht jeden Sonntag in die Kirche, wollen sich das Ereignis aber nicht entgehen lassen. Sie warten, trinken Kakao und Cola.

18.00 Uhr Als Benedikt XVI. mit seinem Papamobil ins Olympiastadion einfährt, brandet Jubel auf. Im Schritttempo rollt er über die blaue Tartanbahn. Die Fenster sind geöffnet, zwei Babys werden ihm zur Segnung hineingereicht.

18.13 Uhr Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit steht dem Papst zur Seite, als dieser sich im Olympiastadion in das Goldene Buch der Stadt einträgt. Das hat Klaus Wowereit extra aus dem Roten Rathaus mitgebracht. Trotz der Taizé-M5elodien entsteht keine Stimmung wie etwa auf dem Weltjugendtag in Köln. Keine "Benedetto"-Rufe, keine tanzenden Jugendlichen auf den Rängen. Die meisten, so scheint es, sind Neugierige.

18.26 Uhr Es beginnt zu regnen. Hektisch streifen Politiker und Geistliche in der Stadionmitte Regencapes über, es sieht ein wenig ulkig aus. Auch Angela Merkel ist in Plastik gehüllt, sie scheint sich zu amüsieren. Zwei Minuten später bricht die Sonne durch die Wolken, als wolle sie dem Regen zeigen, wer hier das Sagen hat. Tausende singen: "Nun jauchzt dem Herren alle Welt".

18.37 Uhr Erzbischof Rainer Maria Woelki heißt den Heiligen Vater mit "großer Freude und innerer Anteilnahme" willkommen. Er wirkt ergriffen. Jubel brandet auf, der Papst erhebt sich kurz. Der Papst, so Woelki, komme in eine Stadt, die geprägt sei von Gottvergessenheit, aber auch von der Suche nach Gott. Er überreicht ihm als Geschenk das "Plötzenseer Diptychon", das an die Opfer des NS-Terrors erinnert, die für ihre christliche Überzeugung ermordet wurden.

18.51 Uhr Der Moderator bittet, Zwischenrufe zu unterlassen und keinen Beifall zu spenden. In einer säkularisierten Stadt wie Berlin muss man so etwas wohl sagen. "Lasset uns beten", sagt der Papst. Eine Frau mit orangerotem Haar ließt aus Ezechiel vor. Es wird still. Auf der Altarinsel beginnt Benedikt die Messe: "Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes". Das Stadion raunt: "Amen."

18.54 Uhr Die sogenannte Altarinsel sieht nicht wie eine Insel aus, sondern wie eine Burg. Links und rechts mussten die Ränge aus Sicherheitsgründen leer bleiben, das Geschehen am Altar wirkt seltsam isoliert und entfernt. Es wird auf vier Videoleinwände übertragen.

19.38 Uhr Weihrauch wird geschwenkt, der Papst hustet. Dann spendet er die Heilige Kommunion ausgewählten Gläubigen, darunter eine schwerkrankte Frau, die von Sanitätern begleitet wird. Auch der SPD-Politiker Wolfgang Thierse darf vortreten. 600 Helfer teilen im Stadion die Kommunion aus.

20.10 Uhr, Südstern Am Südstern tanzen 40 Frauen um Grablichter, trommeln und singen. Sie nennen sich Hexen und "wollen damit den Papst in den Schlaf singen, weil er selbst die Moderne verschlafen hat". Sie kämpfen für Gleichberechtigung.

20.13 Uhr, Olympiastadion Der Gottesdienst ist zuende. Das Ehepaar Wulff und Angela Merkel verlassen zu Gesängen das Stadion, die Stimmung ist gelöst. Während der Papst zur verdienten Nachtruhe an den Südstern zurückkehrt, endet für viele Gläubige der Abend mit stundenlangem Warten - auf die Taschen, die sie nicht mit hineinnehmen durften.

"Wie die Religion der Freiheit bedarf, so bedarf auch die Freiheit der Religion"

Papst Benedikt XVI.

"So ein Aufwand nur für den Papst, das ist ja schlimmer als im Osten"

Demonstrierender Rentner, in Mitte