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Spieler an den Börsen

Jérome Kerviel Der Wertpapierhändler hatte der französischen Bank Société Générale mit seinen Geschäften Anfang 2008 einen Verlust von 4,9 Milliarden Euro eingebrockt und brachte sie an den Rand des Ruins. Als er aufflog, hatte der Bretone offene Handelspositionen im Wert von 50 Milliarden Euro. Bankchef Daniel Bouton musste gehen. Ein Gericht verurteilte Kerviel zu fünf Jahren Gefängnis auf Bewährung und 4,9 Milliarden Euro Schadenersatz. Er legte Berufung ein. Der 34-Jährige beteuerte, mit dem Wissen seiner Vorgesetzten gehandelt zu haben. Er arbeitet heute als Informatikberater.

Nick Leeson Von 1992 an leitete er in Singapur den Handel der britischen Barings Bank. Da war er Mitte 20. Recht schnell lieferte er hohe Gewinne, was ihn zunehmend unangreifbar machte. Wahrscheinlich wollte auch niemand so genau wissen, wie er das schaffte. Dabei schrieb er von Anfang an Verluste, die er auf einem Geheimkonto verbuchte und so vertuschte. Mit immer waghalsigeren Spekulationen versuchte er, die Verluste wettzumachen, und geriet tiefer ins Minus, zuletzt mit 825 Millionen Pfund. Anfang 1995 flog alles auf. Barings ging pleite, Leeson landete im Gefängnis.