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Ziele der Parteien in Berlin

Die SPD tritt mit Klaus Wowereit als Spitzenkandidat an. Sie setzt einen Schwerpunkt auf Bildung und will noch mehr Ganztagskitas und -schulen einrichten. Die Partei will die Stadtautobahn A 100 verlängern und mehr sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze schaffen. Die SPD lobt sich dafür, dass in den vergangenen Jahren mehr als 100 000 solcher Arbeitsplätze entstanden seien. Von zentraler Bedeutung für die SPD ist der Großflughafen BER. Er soll im Juni 2012 in Betrieb gehen.

Die CDU wirbt mit dem Spitzenkandidaten Frank Henkel um die Stimmen der Berliner. Er fordert, dass 250 neue Polizisten in Berlin eingestellt werden und etwa in den U- und S-Bahn-Stationen Streife laufen. ZUdem sollen die Mitarbeiter der bezirklichen Ordnungsämter wieder mehr Präsenz zeigen. Die CDU will verhindern, dass die Mieten in Berlin steigen und die Menschen Angst haben, ihre Wohnung nicht mehr bezahlen zu können. Henkel will die A 100 verlängern. Eine City Tax für Touristen lehnt er ab.

Die Grünen wollen, dass Renate Künast, derzeit Fraktionsvorsitzende der Grünen im Bundestag, Regierende Bürgermeisterin wird. Sie setzt sich dafür ein, dass mehr Lehrer eingestellt werden und die Bildungspolitik verbessert wird. Vor allem sollen Jugendliche mit Migrationshintergrund einen Schulabschluss machen. Die Grünen möchten die Mietenpolitik verändern, um die soziale Mischung in der Innenstadt zu erhalten. Die Verlängerung der A 100 lehnen sie ab, zudem fordern sie am Großflughafen BER ein Nachtflugverbot von 22 bis 6 Uhr. Die Partei will eine City Tax von Touristen erheben.

Die Linke hat Wirtschaftssenator Harald Wolf als Spitzenkandidaten aufgestellt. Wolf setzt sich für bezahlbare Mieten ein und will die Zweckentfremdung von Wohnungen, etwa die Umwandlung von Wohnungen in der Innenstadt in Ferienwohnungen verhindern. Am öffentlichen Beschäftigungssektor für Langzeitarbeitslose hält die Partei fest. Auch fordert die Linke die Rekommunalisierung der Wasserbetriebe. Die S-Bahn möchte die Linke gerne in staatliche Hände übergeben, um die vereinbarten Verkehrsleistungen sicherzustellen. In der Bildungspolitik setzt die Linke auf die Gemeinschaftsschule.

Die FDP wird vom Landes- und Fraktionsvorsitzenden Christoph Meyer in den Wahlkampf geführt. Sie wirbt für mehr Vielfalt in der Bildung und den Erhalt der Gymnasien. Die FDP möchte die A 100 verlängern und spricht sich gegen eine Rekommunalisierung der Berliner Wasserbetriebe aus. Die Gewerbe- oder auch die Grunderwerbsteuer sollen deutlich sinken.

Die Piraten werben mit Andreas Baum um Wählerstimmen. Zentrale Forderung ist der freie und unentgeltliche Zugang zum Internet. In den Schulen soll es pro Klasse mit 15 Schülern einen Lehrer geben. Die Piratenpartei fordert, den gelegentlichen Konsum von Drogen zu entkriminalisieren. Auch soll der öffentliche Nahverkehr für alle kostenlos sein.