Finanzkrise

Börsen brechen den neunten Tag in Folge ein

Erster Handelstag nach dem Verlust der Bestnote für die Kreditwürdigkeit der USA: Es ging abwärts. Der Deutsche Aktienindex (Dax) verlor mehr als fünf Prozent. Vor allem rutschte er unter die Marke von 6000 Punkten - erst vor einer Woche hatte er die Grenze von 7000 Zählern nach unten durchbrochen.

Der Montag war der neunte Handelstag mit Verlust in Folge. Seit Ende Juli hat der Dax 20 Prozent an Wert eingebüßt. Und die Vorzeichen lassen nicht auf eine schnelle Trendwende schließen.

Dabei hatte der Montag zunächst sogar positiv begonnen. Eine Stunde nach Handelsbeginn lag der Dax leicht im Plus - und das, obwohl die asiatischen Börsen im Minus waren. Offenbar half den europäischen Börsen der Beschluss der Europäischen Zentralbank, italienische und spanische Staatsanleihen aufzukaufen. Bester Beleg: Die Renditen italienischer und spanischer Staatsschuldentitel sanken drastisch. Doch während der Effekt bei den Staatsanleihen anhielt, verpuffte er bei den Aktienkursen recht schnell wieder. Als dann um 15.30 Uhr mitteleuropäischer Zeit die US-Börsen im Minus eröffneten, ging es noch einmal kräftig abwärts.

Die Anleger stiegen wie schon vergangene Woche vor allem aus Aktien konjunkturabhängiger Unternehmen wie ThyssenKrupp (Stahl) und BASF (Chemie) aus. Dafür suchten sie vermeintlich sichere Werte: Ganz oben auf der Beliebtheitsskala rangiert immer noch Gold. Dessen Preis stieg am Montag erstmals über 1700 Dollar je Unze (31,1 Gramm). Auch in Euro gerechnet erreichte er mit mehr als 1200 Euro einen Rekordwert.

Der Euro profitierte zunächst. Die Europäische Zentralbank legte den Referenzkurs mit 1,4225 Dollar fest. Im Handel fiel der Euro unter 1,42 Dollar.