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Berlin wäre hart getroffen

Flugausfälle Ein Streik der Fluglotsen würde auch die Berliner Flughäfen Tegel und Schönefeld hart treffen. An diesem Donnerstag sind den Tag über an beiden Flughäfen insgesamt rund 700 Starts und Landungen geplant. Nach Schätzung der Gewerkschaft der Flugsicherung könnten im Fall des Streiks zwischen 250 und 350 Flüge ausfallen oder verschoben werden. Betroffen davon wären rund 40 000 Passagiere.

Zusätzliche Mitarbeiter Die Berliner Flughäfen wollen im Streikfall mit zusätzlichen Servicemitarbeitern versuchen, die Auswirkungen für die Passagiere möglichst abzumildern. "Wir werden die Fluggäste mit Getränken versorgen, für die Kinder gibt es kleine Spielsachen", sagte Flughafen-Sprecher Leif Erichsen. Auch die Telefonauskunft würde im Streikfall personell verstärkt. Zudem werden das Internet und die sozialen Netzwerke genutzt, um aktuell über den Stand der Dinge zu informieren. In der Vergangenheit habe die Flughafengesellschaft ausreichend Erfahrungen sammeln können, wie man auf Flugausfälle - verursacht etwa durch Aschewolken von isländischen Vulkanen oder fehlende Enteisungsmittel im Winter - reagiert.

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Millionen Flüge, also 1,5 Prozent mehr als im Vorjahr, wurden 2010 von deutschen Fluglotsen beobachtet. Eurocontrol rechnet damit, dass der Flugverkehr in Deutschland bis 2017 auf 3,6 Millionen Flüge steigen wird. Auch im Ausland sind die Perspektiven gut: Deutsche Fluglotsen haben Jobs in den Arabischen Emiraten mit Jahresgehältern von 200 000 Euro angenommen - trotz fehlender Sprachkenntnisse.