Gewalt

Athens Taxifahrer werfen Steine gegen Tränengas der Polizei

Mit Tränengas ist die griechische Polizei in Athen gegen streikende Taxifahrer vorgegangen, die vor dem Verkehrsministerium mit Steinen geworfen haben.

Zuvor waren Gespräche zwischen der Gewerkschaft und Verkehrsminister Yiannis Ragoussis über ein Ende des seit drei Tagen andauernden unbefristeten Streiks gescheitert. In Griechenland ist derzeit der Höhepunkt der Touristensaison.

Hunderte Taxifahrer hatten sich vor dem Ministerium versammelt, um gegen drastische Sparmaßnahmen der Regierung zu demonstrieren. Diese sehen unter anderem die Liberalisierung von einem Dutzend Berufszweigen vor, die bislang durch jahrzehntealte Lizenzen oder festgelegte Gewinnmargen streng reglementiert waren. Die Taxifahrer befürchten, dass ihre Lizenzen, deren Verkauf häufig ihre Alterssicherung darstellt, dadurch stark an Wert verlieren. Der Streik gegen die Liberalisierung des Taximarkts ist der jüngste Protest gegen das Reform- und Sparprogramm. Trotz der Notkredite von 110 Milliarden Euro wird Griechenland weitere Hilfe benötigen.

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