Info

Nur gesunde Embryos werden in den Mutterleib gepflanzt

Definition Unter Präimplantationsdiagnostik (PID) wird die genetische Untersuchung eines Embryos vor der Einsetzung in die Gebärmutter verstanden. Das Verfahren ist daher nur bei Embryonen möglich, die durch künstliche Befruchtung entstanden sind. Einige Tage nach der Befruchtung wird mindestens eine Zelle des Embryos entnommen. Nach der Entnahme der Zelle wird das Genom des Embryos auf Genmutationen oder Chromosomen-Anomalien untersucht. Nach dem Verfahren wird nur ein gesunder Embryo in den Mutterleib eingepflanzt. Die anderen Embryonen werden vernichtet oder eingefroren. Bisher war die PID in Deutschland verboten. Doch der Bundesgerichtshof hat im Juli 2010 das Verbot faktisch aufgehoben und die PID in bestimmten Fällen für zulässig erklärt.