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Der Sonderparteitag

Entscheidung Die Grünen-Spitze schwört die Parteibasis auf eine Zustimmung zum schwarz-gelben Atomausstieg ein. Doch auch die Gegner machen Front. Vor dem Sonderparteitag am Sonnabend in Berlin ringen die Grünen bis zur letzten Minute darüber, welche Veränderungen an den Atom- und Energieplänen man von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) noch realistischerweise fordern kann. Schon am 30. Juni stimmt der Bundestag darüber ab, der Bundesrat am 8. Juli. Bis Freitag waren etwa 80 Änderungsanträge zum Leitantrag des Parteivorstands eingegangen, der eine Zustimmung vorsieht.

Atomausstieg Am 31. Dezember 2022 soll das letzte Atomkraftwerk vom Netz gehen. Acht derzeit abgeschaltete Reaktoren sollen nicht mehr in Betrieb genommen werden. Die übrigen neun Atomkraftwerke sollen ab 2015 schrittweise bis 2022 abgeschaltet werden.

Erneuerbare Energien Langfristig sollen erneuerbare Quellen Strom liefern. Bis 2020 soll sich der Anteil von 17 auf 35 Prozent verdoppeln.

Netzausbau Die Höchstspannungsnetze in Deutschland sollen zügig ausgebaut werden, um den Strom zum Verbraucher zu bringen.

Gebäudesanierung Für die Sanierung von Gebäuden, die vor 1995 errichtet wurden, soll es mehr Steuervorteile geben. Geplant sind Förderungen, die sich bis 2022 auf Steuermindereinnahmen von 1,5 Milliarden Euro jährlich summieren.