Energiewende

Zeitplan für Abschaltung der AKWs steht

Nach den Zugeständnissen der Bundesregierung an Länder und Opposition zeichnet sich ein breiter Konsens über den Atomausstieg sowie die schwarz-gelbe Energiewende ab. Die Signale aus der SPD standen am Wochenende auf Zustimmung.

Die Grünen warteten zunächst noch ab, zeigten sich aber unter anderem damit zufrieden, dass die Regierung nun doch stufenweise aus der Atomenergie aussteigen will. An diesem Montag verabschiedet das Bundeskabinett das Gesetzespaket zur Energiewende.

Die Reihenfolge der Abschaltung der verbleibenden neun Atomkraftwerke in Deutschland ist weitgehend geklärt. Nach den acht bereits vorläufig abgeschalteten AKWs soll als Nächstes 2015 der bayerische Meiler Grafenrheinfeld den Betrieb einstellen. 2017 soll Gundremmingen B und 2019 Philippsburg II in Baden-Württemberg folgen. 2021 könnten Grohnde in Niedersachsen, Brokdorf in Schleswig-Holstein und Gundremmingen C vom Netz gehen. Als letzte Kernkraftwerke würden 2022 Isar II in Bayern, Neckarwestheim II in Baden-Württemberg und Emsland in Niedersachsen abgeschaltet werden.

Laut dem "Handelsblatt" will das Bundeskabinett am Montag mit einem Eckpunktepapier aus dem Bundeswirtschaftsministerium beschließen, dass eines der sieben abgeschalteten Atomkraftwerke als Reserve für den Notfall bleibt: "Eines der Kraftwerke, die nach dem Moratorium nicht wieder ans Netz gehen, soll bis Frühjahr 2013 als Reservekraftwerk zur Verfügung stehen", zitiert die Zeitung aus dem Papier.