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Die Affäre in Daten

Chronologie Die Berliner Morgenpost dokumentiert die wichtigsten Ereignisse seit dem tödlichen Zwischenfall an Bord:

20. August 2010: Von Kiel aus startet die "Gorch Fock" zu ihrer 156. Ausbildungsreise.

7. November 2010: Während der Segelvorausbildung im brasilianischen Hafen von Salvador da Bahia stürzt die 25 Jahre alte Offizieranwärterin Sarah Lena S. aus 27 Meter Höhe aus der Takelage des Segelschulschiffs auf das Deck. Sie erliegt wenig später im Krankenhaus ihren Verletzungen.

19. November 2010: Die Marine setzt die Ausbildung auf dem Segelschiff aus. Die 73 Lehrgangsteilnehmer sollen ihre Ausbildung an der Marineschule Flensburg fortsetzen.

19. Januar 2011: Ein Schreiben des Wehrbeauftragten des Bundestags, Hellmut Königshaus, an den Verteidigungsausschuss über die Zustände an Bord des Schiffs wird bekannt. Es ist die Rede von massivem Druck auf Kadetten und Vorwürfen der Meuterei.

20. Januar 2011: Der damalige Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) beordert das Schiff zurück nach Argentinien, damit ein Untersuchungsteam der Marine an Bord gehen kann.

21. Januar 2011: Die Mutter der tödlich verunglückten Offizieranwärterin erhebt schwere Vorwürfe gegen die Führung des Schiffes.

22. Januar 2011: Guttenberg suspendiert den Kommandanten Norbert Schatz. Zudem ordnet er die Rückkehr des Schiffs auf direktem Weg nach Deutschland an. Danach soll über den Weiterbetrieb entschieden werden.

24. Januar 2011: Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Peter Harry Carstensen (CDU) fordert den Erhalt des Segelschulschiffs.

28. Januar 2011: Ein Team unter Führung des Marineamtschefs Horst-Dieter Kolletschke beginnt im argentinischen Ushuaia mit den Befragungen der Mannschaft. Diese stellt sich in einer Erklärung hinter ihren suspendierten Kapitän.

30. Januar 2011: Unter dem Kommando von Kapitän zur See Michael Brühn setzt die "Gorch Fock" in Argentinien Segel für die Heimreise nach Kiel. Die Befragungen der Mannschaft gehen auf See weiter.

9. März 2011: Das Untersuchungsteam der Marine übergibt seinen Bericht an Marineinspekteur Axel Schimpf. Der Bericht entlastet den suspendierten Kommandanten Schatz.

16. März 2011: Eine Sitzung des Verteidigungsausschusses wird ohne Beratung des Berichts abgebrochen, da sich das Verteidigungsministerium nach Teilnehmerangaben von dem Bericht der Marineleitung distanziert und keine Einschätzung dazu abgeben will.