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Rechtslage

Untersuchungshaft ist ein reines Instrument zur Sicherung eines Verfahrens und keinesfalls, wie oft in der Öffentlichkeit empfunden, eine Art "Vorabbestrafung". Die Ahndung einer Tat erfolgt ausschließlich durch Urteil eines Gerichts nach vorangegangener Hauptverhandlung. U-Haft kann nur angeordnet werden, wenn mindestens einer der Haftgründe, Flucht-, Verdunklungs- oder Wiederholungsgefahr, vorliegt.

Tötungsdelikte sind unter anderem Mord und Totschlag. Totschlag ist die vorsätzliche Tötung eines Menschen. Zum Mord wird die Tat, wenn sogenannte Mordmerkmale vorliegen. Zu ihnen gehört Heimtücke, das heißt, das Opfer muss arg- und wehrlos sein. Weiteres Merkmal sind niedere Beweggründe, wie eine Tat aus Rache, zur Befriedigung des Sexualtriebs oder zur Vertuschung einer anderen Tat.

Warnschussarrest soll nach Ansicht seiner Befürworter bei Jugendlichen zusätzlich zu einer Bewährungsstrafe verhängt werden, um den Verurteilten eine tatsächliche Konsequenz spüren zu lassen. Derzeit geht nur eines, Bewährung plus Arrest ist rechtlich nicht möglich. Eine Gesetzesänderung ist geplant. Den alleinigen Arrest in Form von Freizeit- oder Dauerarrest gibt es im Jugendrecht bereits. .