Info

Ungelöste RAF-Verbrechen

Misserfolg Trotz Milliarden für Polizei und Justiz ist die Mehrzahl der RAF-Verbrechen bis heute nicht aufgeklärt.

1972 Für die Anschlagswelle auf US- und Polizeistandorte von Mai 1972 waren Andreas Baader, Jan-Carl Raspe und Holger Meins verantwortlich - doch Details sind bis heute unklar.

1975 Zwar sind alle Täter der Geiselnahme in der deutschen Botschaft in Stockholm verhaftet worden. Doch unklar ist, warum Bomben im Gebäude detonierten.

1977 Der Mord an Generalbundesanwalt Siegfried Buback und seinen beiden Begleitern beschäftigt gegenwärtig die Justiz in Stuttgart.

1981 Inwieweit die DDR-Staatssicherheit den RAF-Anschlag auf den Nato-General Frederick Kroesen unterstützt hat, ist bislang offen.

1985 Die "Hinrichtung" des Industriemanagers Ernst Zimmermann durch ein RAF-Kommando ist ungeklärt.

1986 Sowohl für das Pistolenattentat auf den Diplomaten Gerold von Braunmühl als auch für den Bombenanschlag auf den Siemens-Manager Karl-Heinz Beckurts konnte kein Terrorist schuldig gesprochen werden.

1989 Der Mord an Alfred Herrhausen von der Deutschen Bank konnte keinem Terroristen konkret zugeordnet werden. An der Täterschaft der RAF besteht dennoch kein Zweifel.

1993 Der letzte RAF-Anschlag zerstörte das Gefängnis Weiterstadt in Hessen. Drei Täter konnten identifiziert werden, sind aber bis heute nicht gefasst.