Info

Stationen auf dem Weg zu Stuttgart 21

Überlegungen In den 80er-Jahren gab es erste Überlegungen zur Umgestaltung des Stuttgarter Hauptbahnhofs. Im April 1994 wird das Projekt Stuttgart 21 der Öffentlichkeit präsentiert. Es sieht einen unterirdischen Bahnhof am alten Standort vor. Am 5. November 1995 einigen sich Land, Stadt, Bahn und Bund auf das Projekt. 1998 und 1999 geraten die Planungen ins Stocken, es kommt zu Nachverhandlungen über die Finanzierung. Am 12. Oktober 2006 stimmt der Landtag Stuttgart 21 und der Neubaustrecke Stuttgart-Ulm zu, im Dezember 2009 einigen sich Bund, Bahn, Land, die Stadt Stuttgart und der Verband Region Stuttgart endgültig auf die Umsetzung.

Protest Im Februar 2010 beginnen die Bauarbeiten im Hauptbahnhof. Am 30. September 2010 eskaliert die Auseinandersetzung über das Bahnprojekt. Die Polizei geht zur Sicherung der Baustelle im Stuttgarter Schlossgarten mit Wasserwerfern und Pfefferspray gegen Demonstranten vor. Nach Behördenangaben werden dabei mehr als hundert Menschen verletzt. Heiner Geißler fordert Ende November in seinem Schiedsspruch umfangreiche Nachbesserungen am Konzept. Auch 2011 gehen die Großdemonstrationen gegen das Bauvorhaben weiter.