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Klagen möglich

Poker Nach der Atomwende der Regierung rüsten sich die Konzerne für einen Poker um die Reaktorlaufzeiten. Sowohl E.on als auch RWE behielten sich Klagen gegen das angekündigte, zumindest dreimonatige Aus für Altreaktoren vor. "Es ist sicherheitstechnisch nicht begründbar, solche Anlagen vom Netz zu nehmen", sagte E.on-Chef Johannes Teyssen. "Ich werte das als politische Aktivität in Richtung Mitbürger."

Übertragung Neben einer Klage gegen die vorübergehende Stilllegung können die Konzerne zudem die Restlaufzeiten der alten Reaktoren auf neuere Anlagen übertragen. Dafür bedarf es keiner Genehmigung. Weil die Laufzeitverlängerung nicht formell aufgehoben ist, haben die älteren Anlagen noch mindestens acht Jahre Betriebsdauer. Diese hat einen Milliardenwert. Weil die Vorstände der einzelnen Unternehmen verpflichtet sind, die Vermögenswerte ihrer Aktionäre zu schützen, wären sie nahezu gezwungen, die Restlaufzeiten der alten auf die neueren Anlagen zu übertragen.