Berliner Spaziergang

Roland Jahn

Person Roland Jahn wurde am 14. Juli 1953 in Jena geboren. Nach dem Abitur begann er ein Studium der Wirtschaftswissenschaften in Jena, wurde nach drei Semestern aber zwangsexmatrikuliert. Nach seiner Abschiebung nach West-Deutschland 1983 etablierte er sich als freier Journalist in Berlin, ab 1987 arbeitete er für das TV-Magazin "Kontraste", zuletzt als Chef vom Dienst. Am 28. Januar wählte ihn der Bundestag zum Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen, Montag tritt er das Amt an.

Engagement Ab etwa 1974 knüpfte er in Jena Kontakte zu oppositionellen Gruppen und entwickelte sich schnell zu einem der führenden Köpfe. Mehrfach stand er vor Gericht, verbrachte mehrere Monate im Gefängnis. Auch seine Eltern bekamen die Repressalien zu spüren. Von 1983 an unterstützte Jahn die DDR-Widerständler von West-Berlin aus, schmuggelte Kameras und Computer über die Grenze.

Behörde Zwischen 1992 und 2010 wurden mehr als 6,5 Millionen Anträge auf Akteneinsicht, Decknamenentschlüsselung usw. gestellt. Etwa die Hälfte der 111 Aktenkilometer ist sachthematisch erschlossen, personenbezogen sind es 90 Prozent. 100 Millionen Euro stehen der Behörde jedes Jahr zur Verfügung.

Spaziergang Treffpunkt war ein Café am Helmholtzplatz. Unser Weg führte uns durch die Raumerstraße und die Greifenhagener Straße zur Gethsemanekirche. Dann ging es von der Stargarder Straße durch die Dunckerstraße in die Rykestraße.