Guttenberg-Rücktritt

Leserstimmen

Nun hat eine Hetzkampagne mit einem immensen Schaden für Deutschland zum Rücktritt desurzeit fähigsten Politikers geführt. Eine Schande für Deutschland, Verachtung für die Akteure. Und alles nur wegen eines Doktorgrades, der lediglich eine interne Benotung einer Universität darstellt.

Herbert Gaiser, per E-Mail

Gut, dass zu Guttenberg wenigstens noch einen Funken Moral und Anstand hat und sein Amt verlässt. Denn wie will man Tausenden Soldaten einen obersten Vorgesetzten erklären, zu dessen Lebensphilosophie Lug und Betrug gehören.

Michael Hirdes, per E-Mail

Italien erleben wir zurzeit als Freudenhaus, Ägypten und Tunesien als verwaiste Häuser, Libyen als Schlachthaus, da sind wir im eigenen Haus doch gut aufgestellt. Wir wollten uns unseren schönen, strahlenden, polarisierenden Superstar nicht nehmen lassen. Jetzt haben sie ihn uns geklaut.

Elfi Schmölz, Mariendorf

Endlich, jedoch viel zu spät, hat zu Guttenberg seinen Rücktritt erklärt. Mit seiner Handlungsweise hat er nicht nur dem Amt, sondern auch der gesamten politischen Kultur in diesem Lande großen Schaden zugefügt

Thomas Henschke, Waidmannslust

Wenn all die Politiker zurücktreten würden, die dem Volk Schaden zugefügt oder es wissentlich belogen haben, wäre der Rest recht überschaubar.

Siegbert Schlegel, per E-Mail

Der populärste Politiker ist zurückgetreten, eine Lichtgestalt verlässt die Bühne.

Michael Ludwig, per E-Mail

Es ist sicher richtig, zu seinen Fehlern zu stehen und Konsequenzen zu ziehen. Die Messlatte für politische Glaubwürdigkeit wurde in die richtige Richtung gerückt.

Andreas Schulz, per E-Mail

Er wird Gelegenheit haben, aus den Fehlern zu lernen. Mit gewachsener Fähigkeit zur Demut wird er in einigen Jahren zurückkehren, wie viele andere affärenbelastete Politiker in der Vergangenheit auch.

Wolfgang Horst, per E-Mail

Unschuldsvermutung? Ade! Rechtsstaat? Ade! Wir haben die öffentliche Hinrichtung durch Scheinheilige und Neider erlebt. Nun sind die Zweitklassigen wieder unter sich.

Willi Wittenberg, per E-Mail

Künast, Roth, Gysi, Steinmeier, Trittin und deren Anhänger interessiert es ganz offensichtlich nicht, was die Bundesbürger wollen. Die klare Mehrheit der Bürger wollte nämlich nicht, dass zu Guttenberg zurücktritt.

Thomas Henzchen, per E-Mail

Zu Guttenberg war wie Ikarus ein jugendlicher Senkrechtstarter, der sich sogar das Amt des Bundeskanzlers zugetraut hatte. Mit seinem Rücktritt ist er hart auf dem Boden der Realität aufgeschlagen. Das könnte auch der Anfang vom Ende der Ära Merkel sein.

Roland Klose, per E-Mail

Die "Negativriege" unserer Politprominenz, wie die Berufsempörer um Trittin, Gysi und Gabriel, haben einen Mann zu Fall gebracht, dem zwar ein grober akademischer Fehler unterlaufen ist, dessen berufliche Leistungen im Amt als Verteidigungsminister aber sehr achtbar gewesen sind.

Dr. Bernhard Stähr, Potsdam

Das Taktieren, die Lügerei und das Beschwichtigen von Herrn zu Guttenberg waren nicht nur unerträglich, diese Eigenschaften haben - nicht nur bei mir - die Politikverdrossenheit noch weiter gefördert.

Sabine Doggett, Friedenau