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Rücktritt in Tunesien

Blutige Proteste Nach erneuten blutigen Krawallen in Tunesien ist Ministerpräsident Mohammed Ghannouchi am Sonntag zurückgetreten. Er gab seinen Schritt in Tunis bekannt. Ghannouchi zog damit die Konsequenzen aus den schweren Protesten gegen ihn. Als Nachfolger wurde am späten Sonntagabend der Jurist Béji Caïd Essebsi ernannt.

Übergangsregierung Der Technokrat Ghannouchi war nach der Flucht des früheren autoritären Präsidenten Zine al-Abidine Ben Ali Mitte Januar Chef der Übergangsregierung geworden, die das Land innerhalb von sechs Monaten auf Neuwahlen vorbereiten soll. Tunesien war das erste nordafrikanische Land, in dem der Staatschef nach Massenprotesten abtreten musste. Ben Ali floh nach Saudi-Arabien.