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20 Stimmen pro Kopf

Wahlrecht Wenn man dem Normaldemokraten das Wählen richtig schön verleiden möchte, dann sollte man sich mal das neue Hamburger Wahlrecht ansehen: 20 Stimmen soll der Bürger hier in vier Wahlbüchern verteilen, je 10 für die Bürgerschaft und die jeweilige Bezirksversammlung. Dazu darf man seine Kreuze unter ein paar Hundert Kandidaten aufteilen, die Stimmen panaschieren und kumulieren. Das mag in ländlichen Gebieten, wo sich die Menschen kennen, Sinn machen, in Hamburg wälzt der Wähler Namen. Und kennt keinen einzigen. Von den jeweiligen Spitzenkandidaten mal abgesehen. Das Spannende an der Hamburg-Wahl, so lästert manch Abgeordneter deshalb, wird die Zahl der ungültigen Stimmen sein.