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Bis zu 10 Jahre Haft

Meuterei Offiziell der Meuterei beschuldigt oder gar angeklagt sind die Soldaten der "Gorch Fock" bisher nicht. Sollten die vier Soldaten am Ende tatsächlich mit dem Vorwurf der Meuterei konfrontiert werden, müssten sie mit schweren Konsequenzen rechnen.

Strafe Der Begriff ist kein nostalgisches Relikt aus den Zeiten von Piraten und Entdeckerfahrten durch die Südsee, sondern bezeichnet ein nach dem deutschen Wehrstrafgesetzbuch streng zu bestrafendes Verbrechen. Bis zu zehn Jahre Haft sieht dieses Gesetzbuch, das speziell für Soldaten im Dienst gilt, dafür vor. Der Meuterei-Paragraf 27 findet sich im Abschnitt "Straftaten gegen die Pflichten der Untergebenen", gleich hinter Vorwürfen wie Ungehorsam und Bedrohung eines Vorgesetzten. Eine Meuterei ist demnach ein Zusammenschluss mehrerer Soldaten, die die militärische Hierarchie untergraben oder als Gruppe gewaltsam gegen Vorgesetzte vorgehen wollen. Der Vorwurf greife, wenn "Soldaten sich zusammenrotten und mit vereinten Kräften eine Gehorsamsverweigerung (§ 20), eine Bedrohung (§ 23), eine Nötigung (§ 24) oder einen tätlichen Angriff (§ 25) begehen", heißt es im Text des Paragrafen dazu wörtlich.