Gedenken

Weltweit erinnern an die Berliner Mauer

Heute, am 13. August, jährt sich zum 49. Mal der Bau der Berliner Mauer. Anlässlich dieses Gedenktages erscheint die Ausstellung "Die Mauer. Eine Grenze durch Deutschland" als Gemeinschaftsprojekt der Bundesstiftung Aufarbeitung der SED-Diktatur, der "Bild"-Zeitung und der "Welt".

Auf 20 großformatigen Plakaten werden weltbekannte, aber auch vergessene, teilweise nie zuvor gezeigte Fotos aus den Beständen der beiden Zeitungen eindrücklich die Geschichte der innerdeutschen Grenze erzählen. Alle interessierten Institutionen, ob Schulen, Rathäuser oder Kulturinstitute, können die Ausstellung bestellen und in ihren Räumen beliebig lange zeigen. Die Auslieferung der Plakate beginnt Anfang 2011.

Behandelt werden nicht nur die 28 Jahre der Mauer quer durch Berlin, sondern ebenso die Vorgeschichte, die innerdeutsche Grenze und ihre Opfer. Knapp kommentiert, erlauben die Bilder von Alltagsszenen im Schatten des "antifaschistischen Schutzwalls" und von Fluchtversuchen einen Einblick in das SED-Grenzregime. Das Ende der Diktatur 1989, die weitgehend gescheiterte juristische Aufarbeitung in den "Mauerschützenprozessen" und das Gedenken an die Opfer schließen die Schau. Das erste Plakat wurde gestern an einem Bauzaun entlang der Stresemannstraße/Ecke Köthener Straße präsentiert. "Axel Springer hat immer für die Vereinigung Deutschlands gekämpft", sagte Jörg Quoos, der stellvertretende Chefredakteur der "Bild"-Zeitung, die an der Ausstellung entscheidend beteiligt ist: "An diese Tradition knüpfen wir an, indem wir uns um die Vollendung der inneren Einheit bemühen."

Die Bundesstiftung Aufarbeitung hat bereits zwei ähnliche Ausstellungen weltweit verbreitet, in verschiedenen Sprachen - über die Friedliche Revolution 1989 im vergangenen Jahr und über die vermeintliche "heile Welt" in der Diktatur DDR in diesem Jahr. Rainer Eppelmann, der Chef der Bundesstiftung, erhofft sich von der Schau über Mauer und innerdeutsche Grenze eine noch größere Resonanz.

Normalerweise kostet die Plakatausstellung eine Schutzgebühr von 50 Euro; bei Vorbestellung noch in diesem Jahr nur 40 Euro inklusive Versand. Ausgeliefert werden die Plakate Anfang Februar 2011 gerollt; jede Institution rahmt und präsentiert sie dann bei sich vor Ort. Bestellungen bitte ausschließlich per Fax oder E-Mail an die Bundesstiftung Aufarbeitung (Fax: 030 31 98 95 224, E-Mail: DieMauer@stiftung-aufarbeitung.de ).

Die Morgenpost ermöglicht es Berliner Schulen, die Schutzgebühr zu sparen: Den ersten 50 Schulen, die sich schriftlich bewerben, werden die 40 Euro gesponsert. Bitte schreiben Sie an die Berliner Morgenpost, Lokales, Stichwort: "Die Mauer. Eine Grenze durch Deutschland", Axel-Springer-Straße 65, 10888 Berlin.