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890 Denkmäler in 148 Ländern der Erde gelten als schützenswerte Kulturgüter

Welterbe-Liste Die Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft und Kultur (engl.: United Nations Educational, Scientific and Cultural Organization, Unesco) listet seit 1978 auf Antrag der Mitgliedsstaaten schützenswerte Kulturgüter und Landschaften auf. Leitidee der im Jahr 1972 verabschiedeten Welterbekonvention ist die "Erwägung, dass Teile des Kultur- oder Naturerbes von außergewöhnlicher Bedeutung sind und daher als Bestandteil des Welterbes der ganzen Menschheit erhalten werden müssen".

Global Aktuell stehen 890 Denkmäler in 148 Ländern als Welterbe auf der Liste der Unesco, davon 689 als Kultur- und 176 als Naturdenkmäler. Weitere 25 werden sowohl als Kultur- als auch als Naturerbe geführt.

Deutschland In Deutschland galten mit Dresden 34 Stätten als Unesco-Welterbe, darunter der Kölner Dom, das Gartenreich Dessau-Wörlitz, das Obere Mittelrheintal oder die Altstädte von Stralsund und Wismar. In Berlin gehören die Museumsinsel und seit 2008 sechs Wohnsiedlungen der Moderne - darunter die Gartenstadt Falkenberg und die Hufeisensiedlung in Neukölln - zum Welterbe.

Gefährdet Die Unesco stuft 29 Welterbestätten durch Verfall, Krieg, Naturkatastrophen oder Bauprojekte als "besonders gefährdet" ein. Darunter das Bamiyan-Tal mit den durch die Taliban zerstörten Buddha-Statuen in Afghanistan und die Ruinen von Abu Mena in Ägypten, die wegen Überschwemmungen durch ein Landwirtschaftsprogramm einzustürzen drohen.

Gestrichen Erstmals wurde 2007 einer Stätte der Welterbestatus wieder aberkannt: dem Wildschutzgebiet der arabischen Oryx-Antilope in Oman. Die Unesco strich es von der Liste, weil die geschützte Fläche um 90 Prozent reduziert wurde. In Deutschland wurde die Kulturlandschaft Dresdner Elbtal zunächst 2004 in die Welterbeliste aufgenommen. Im Juni 2009 erkannte die Unesco den Welterbetitel wieder ab, da sie die im Bau befindliche Waldschlösschenbrücke über die Elbe als landschaftszerstörend ansieht.