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Tumulte: AfD-Gründer Bernd Lucke droht mit Parteiaustritt ++ Wahlkampf: Clinton wirft China massive Cyberspionage vor ++ Flüchtlinge: Von der Leyen fordert Kampf gegen Schleuser ++ Wikileaks: NSA spionierte offenbar auch Brasiliens Regierung aus

AfD-Gründer Bernd Lucke droht mit Parteiaustritt

Beim Bundesparteitag der Alternative für Deutschland (AfD) ist es am Sonntag zu tumultartigen Szenen gekommen. Parteigründer Bernd Lucke, der am Vortag bei der Wahl zum Vorsitzenden Frauke Petry unterlegen war, drohte im Saal vor einer Gruppe von Mitgliedern mit seinem Austritt aus der Partei. „Die Partei hat sich ganz grundsätzlich verändert“, sagte Lucke. Im Saal verbreitete sich jedoch das Gerücht, er sei bereits ausgetreten. Daraufhin gab es Gedränge und Gejohle.

Clinton wirft China massive Cyberspionage vor

Die demokratische US-Präsidentschaftsbewerberin Hillary Clinton hat China massive Cyberspionage in den USA vorgeworfen. „Sie versuchen, sich in alles hineinzuhacken, das sich nicht bewegt in Amerika“, sagte Clinton am Sonnabend bei einer Wahlkampfveranstaltung in New Hampshire. „Sie stehlen enorme Mengen an Regierungsinformationen, um daraus Vorteile zu ziehen“, so Clinton. „Lasst euch nicht täuschen, sie wissen, dass sie Konkurrenz haben und tun alles, was sie können, um zu gewinnen.“

Von der Leyen fordert Kampf gegen Schleuser

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) dringt darauf, die Seenotrettung für Flüchtlinge im Mittelmeer um Einsätze gegen Schleuser zu erweitern. Es gehe darum, „denen, die Millionen am Leid der Flüchtlinge verdienen, das Geschäft zu verderben“, so die Ministerin. Auf den Schleuserbooten würden die Flüchtlinge wie Vieh zusammengepfercht, die Menschen trieben ins Ungewisse aufs Meer hinaus. „Hier geht es nicht um Zufallstäter, sondern um hochprofessionelle Netzwerke.“

NSA spionierte offenbar auch Brasiliens Regierung aus

Der US-Geheimdienst NSA hat nach Informationen der Enthüllungsplattform Wikileaks nicht nur Brasiliens Präsidentin Dilma Rousseff ausgespäht, sondern auch weite Teile ihrer Regierung. Während Rousseffs erster Amtszeit von 2010 bis 2014 zählten unter anderem die Minister für Wirtschaft und Äußeres, der Chef der Zentralbank, Rousseffs Assistent sowie ihr Stabschef zu den Spionagezielen, wie aus neuen Wikileaks-Dokumenten hervorgeht.