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Kinderbetreuung: Mehr Kitas sollen abends und nachts öffnen ++ Abhöraffäre: BND-Chef kritisiert Berichte über NSA-Zusammenarbeit ++ Irak: 13 Tote nach Reihe von Anschlägen in Bagdad ++ Großbritannien: Minderjährige Mädchen heiraten Dschihadisten

Mehr Kitas sollen abends und nachts öffnen

Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD) plant, die Kinderbetreuung in den Abend- und Nachtstunden auszubauen. Davon sollen nach einem Bericht der Chemnitzer „Freien Presse“ vor allem Alleinerziehende und Eltern im Schichtdienst profitieren. Das Ministerium plane ein Förderprogramm von bis zu 100 Millionen Euro für 2016 bis 2018. Teil des Vorhabens seien 24-Stunden-Kitas. Es gehe nicht um längere Betreuung, sondern um Angebote zu anderen Zeiten.

BND-Chef kritisiert Berichte über NSA-Zusammenarbeit

Der Präsident des Bundesnachrichtendienstes (BND) hat sich dagegen gewandt, die Zusammenarbeit mit dem US-Geheimdienst NSA grundsätzlich infrage zu stellen. Eine Überschrift in Medien wie „BND arbeitet enger mit NSA zusammen als gedacht“ sei nicht in Ordnung, sagte Gerhard Schindler auf einer Veranstaltung des Netzwerks Recherche in Hamburg. Hier werde allein die Kooperation mit der US-Behörde skandalisiert. Man könne darüber streiten, wie die Nachrichtendienste zusammenarbeiten sollten. Aber: „Es ist ganz gut, dass wir mit der NSA zusammenarbeiten.“

13 Tote nach Reihe von Anschlägen in Bagdad

Im Irak sind bei mehreren Anschlägen am Sonnabend 13 Menschen getötet worden. Nach Angaben von Polizei und Rettungsdiensten explodierten zwei Autobomben in Bagdad. Dabei seien allein elf Personen gestorben. Nordöstlich der Hauptstadt habe eine weitere Autobombe zwei Menschen getötet, teilte die dortige Polizei mit. Zu den Anschlägen bekannte sich zunächst niemand. Die Extremisten-Organisation „Islamischer Staat“ (IS), die weite Teile des Irak kontrolliert, überzieht das Land seit Monaten mit Gewalt.

Minderjährige Mädchen heiraten Dschihadisten

Zwei von drei minderjährigen Mädchen aus Großbritannien, die sich den Dschihadisten in Syrien angeschlossen hatten, haben dort Kämpfer des „Islamischen Staats“ (IS) geheiratet. Tasnime Akunjee, Anwalt der Familien der Mädchen sagte der Zeitung „The Guardian“, die Mädchen hätten ihre Familien informiert. Sie lebten nun in oder nahe der Stadt Raka, einer Hochburg der Dschihadisten im Norden Syriens. Die Mädchen waren im Februar nach Istanbul geflogen und dann über die Grenze nach Syrien gereist.