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Kandidat: Lucke schlägt Deutschtürken als AfD-Generalsekretär vor ++ NSU-Prozess: Beate Zschäpe soll vierten Pflichtverteidiger bekommen ++ Ägypten: Generalstaatsanwalt bei Bombenanschlag getötet

Lucke schlägt Deutschtürken als AfD-Generalsekretär vor

AfD-Parteichef Bernd Lucke hat den Deutschtürken André Yorulmaz, 32, als Kandidaten für das Amt des Generalsekretärs vorgeschlagen. Der selbstständige Versicherungs- und Finanzberater ist Sprecher der nordrhein-westfälischen AfD für Verbraucherschutz. Zu den Gründen für seine AfD-Mitgliedschaft sagte Yorulmaz: „Es gibt sehr wohl Parallelgesellschaften in Deutschland und darüber muss auch gesprochen werden.“ Dies habe er als Sohn einer deutschen Mutter und eines liberal denkenden türkischen Vaters selbst erlebt. Luckes Wunschkandidat sagte, er lebe zwar in einer gleichgeschlechtlichen Beziehung, sei aber gegen eine Gleichstellung homosexueller Paare im Adoptionsrecht.

Beate Zschäpe soll vierten Pflichtverteidiger bekommen

Beate Zschäpe erhält möglicherweise einen vierten Pflichtverteidiger. Das Oberlandesgericht München verschickte am Montag eine Mitteilung an die Beteiligten im NSU-Prozess und gab bekannt, es erwäge, den Münchner Rechtsanwalt Mathias Grasel als zusätzlichen Anwalt der Hauptangeklagten zu bestellen. Zschäpes bisherige Verteidiger, die Bundesanwaltschaft und die Nebenkläger können sich bis Mittwoch dazu äußern. Grasel bestätigte auf Anfrage Kontakte mit dem zuständigen Strafsenat. Zschäpe muss sich in dem Verfahren wegen Mittäterschaft bei den zehn Morden des „Nationalsozialistischen Untergrunds“ (NSU) verantworten. Das Verhältnis zu ihren drei bisherigen Pflichtverteidigern gilt schon seit längerem als belastet.

Generalstaatsanwalt bei Bombenanschlag getötet

Der ägyptische Generalstaatsanwalt Hischam Barakat ist bei einem Bombenanschlag getötet worden. Der Ankläger sei nach einer Attacke auf seine Fahrzeugkolonne am Montag im Kairoer Vorort Heliopolis seinen Verletzungen erlegen, meldete die staatliche Nachrichtenagentur Mena. Zwei Leibwächter und ein Zivilist wurden durch die ferngezündete Bombe verletzt. Die Gegend wurde abgesperrt. Experten suchten nach möglichen weiteren Sprengsätzen. Filmaufnahmen vom Tatort zeigten eine Anzahl zertrümmerter Fahrzeuge, brennende Bäume und Qualm. Zu dem Anschlag bekannte sich zunächst niemand. Es war das erste Attentat auf einen hohen Regierungsbeamten seit 2013.