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Fahnenflucht: Deutscher Soldat will gegen IS-Terrormiliz kämpfen ++ Urteil: Türkische Familie darf Nachnamen nicht ändern ++ Streitkräfte: Bundestag stimmt für verlängerte Auslandseinsätze

Deutscher Soldat will gegen IS-Terrormiliz kämpfen

Ein in Thüringen stationierter Soldat der Bundeswehr soll Fahnenflucht begangen haben – angeblich um in Syrien gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) zu kämpfen. Ein Sprecher des Verteidigungsministeriums bestätigte am Freitag, die Staatsanwaltschaft habe wegen eines Verdachts auf Fahnenflucht Ermittlungen aufgenommen. Es handelt es sich um einen Stabsunteroffizier des Panzerpionierbataillons 701 in Gera. Er soll seinem Bruder in einem Brief dargelegt haben, er wolle sich dem Kampf gegen die IS-Terroristen anschließen.

Türkische Familie darf Nachnamen nicht ändern

Eine deutsch-türkische Familie ist vor dem Verwaltungsgericht Braunschweig mit einer Klage gescheitert, ihren ausländisch klingenden Nachnamen ändern zu dürfen. Die Eltern argumentierten, der türkische Nachname habe zu Diskriminierungen ihrer Kinder in der Schule geführt. Zuvor hatte auch das Standesamt Braunschweig den Antrag abgelehnt, vom türkischen Familiennamen des Vaters auf den deutschen Namen der Mutter wechseln zu dürfen.

Bundestag stimmt für verlängerte Auslandseinsätze

Der Bundestag hat am Freitag einer Verlängerung der drei Einsätze der Bundeswehr im Kosovo, in Mali und vor der Küste Libanons zugestimmt. Demnach wird der Stabilisierungseinsatz „Kfor“ unter dem Nato-Schirm im Kosovo mit einer Personalobergrenze von 1850 Soldaten unverändert fortgesetzt. Um jeweils ein Jahr verlängert wurden zudem die Beteiligungen an der UN-Stabilisierungsmission „Minusma“ in Mali mit bis zu 150 Soldaten und an der UN-Mission „Unifil“ zum Schutz der libanesischen Mittelmeerküste mit bis zu 300 Soldaten.