Anti-Terror-Kampf

Kenia fahndet nach Islamisten aus Deutschland

Kenias Polizei fahndet mit einem Steckbrief nach einem mutmaßlichen Islamisten aus Deutschland, der für einen Anschlag der somalischen Terrormiliz al-Schabab verantwortlich gemacht wird.

Der 42 Jahre alte Deutsche stammt aus Nordrhein-Westfalen und stieß Anfang 2012 zu der Terrorgruppe. Auf Hinweise zu seinem Aufenthaltsort wurde am Mittwochabend eine Belohnung von umgerechnet fast 90.000 Euro ausgesetzt.

Kenias Behörden machen den jungen Mann für einen Anschlag auf ein Militärlager in Mpeketoni im Nordosten Kenias verantwortlich, bei dem am Sonntag nach offiziellen Angaben zwei Soldaten und elf Islamisten getötet worden waren. Der Deutsche wurde bei den Gefechten angeblich verletzt und wird als „bewaffnet und gefährlich“ bezeichnet.

Ein Propagandavideo von al-Schabab zeigt Aufnahmen eines weiteren Angriffs auf Mpeketoni vor einem Jahr. Damals waren 65 Bewohner brutal ermordet worden. In dem Video ist ein Mann zu sehen, bei dem es sich ebenfalls um den Gesuchten handeln könnte. Die Gesichter der Kämpfer sind allerdings unkenntlich gemacht. Unter den elf getöteten Al-Schabab-Kämpfern von Mpeketoni, die öffentlich zur Schau gestellt wurden, sind auch ein Kenianer und ein Brite.