Sicherheit

Im Datennetz der Regierung gibt es weitere Lücken

Das Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat bei mehreren großen IT-Netzen des Bundes Nachbesserungsbedarf festgestellt.

Das geht aus einem als Verschlusssache gestempelten Papier von Ende Mai hervor, das der Berliner Morgenpost vorliegt. Betroffen sind demnach Innen-, Finanz-, Verteidigungs- und Verkehrsministerium.

Ein Basisschutz vor Cyberangriffen ist demzufolge in allen Netzen zwar vorhanden. Zum Beispiel seien die an die Netze angeschlossenen Behörden und Dienste so weit voneinander getrennt, „dass eine Ausbreitung von Schadsoftware verhindert wird“. Allerdings kritisieren die Experten vom BSI: „Verbesserungspotenzial besteht im Hinblick auf den durchgängigen Einsatz von Anerkennungssoftware und die Wirksamkeit zentraler Angriffsabwehrmaßnahmen“, etwa durch mehrstufige Sicherheitsfilter.

Für ein „einheitlich hohes IT-Sicherheitsniveau“ in der Bundesverwaltung müsse die „Erkennung von Standardangriffen durch durchgängigen Einsatz von (vom BSI empfohlenen) Mechanismen und Systemen bzw. durch die Nutzung von BSI-geprüften Produkten weiter gestärkt werden“.