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Politik II

Vatikan: Ex-Papstbotschafter wegen Missbrauch vor Gericht ++ Tschad: Zehn Menschen sterben bei Selbstmordattentaten ++ China: Hacker greifen Surfer auf regimekritischen Seiten an ++ Ostukraine: Mindestens zwei Soldaten bei Kämpfen getötet

Ex-Papstbotschafter wegen Missbrauch vor Gericht

Der frühere Papstbotschafter Josef Wesolowski wird wegen des Verdachts auf sexuellen Missbrauch von Kindern im Vatikan vor Gericht gestellt. Der Prozess soll am 11. Juli beginnen, wie der Vatikan mitteilte. Dem früheren Erzbischof werden sexueller Missbrauch von Kindern und der Besitz von kinderpornografischem Material vorgeworfen. Es ist das erste Mal, dass im Vatikan ein hochrangiger Geistlicher wegen Missbrauchsvorwürfen vor Gericht gestellt wird.

Zehn Menschen sterben bei Selbstmordattentaten

Selbstmordattentäter haben den am Kampf gegen Boko Haram beteiligten Tschad attackiert: Die beiden Angreifer sprengten sich am Montag gleichzeitig vor Gebäuden der Hauptstadt N’Djamena in die Luft, wie Augenzeugen berichteten. Die Polizei meldete zehn Tote. Eine der Explosionen traf ein Gebäude in der Stadt, die zweite eine Polizeiakademie. Zu dem Angriff bekannte sich zunächst niemand. Der Verdacht fiel jedoch auf die Extremisten von Boko Haram.

Hacker greifen Surfer auf regimekritischen Seiten an

Amerikanische Fachleute für Internetsicherheit warnen vor einem Angriff chinesischer Hacker auf Internetnutzer. Die Hacker könnten persönliche Daten von Nutzern in China, die politisch unliebsame Webseiten besuchen, stehlen. Dabei könnten sie selbst die üblichen Instrumente zum Schutz der Privatsphäre wie VPN-Tunnel umgehen, warnte das Unternehmen AlienVault. Das Absaugen privater Daten erfolge über eine seit 2013 bekannte Sicherheitslücke auf Servern von 15 populären Webportalen.

Mindestens zwei Soldaten bei Kämpfen getötet

Bei Kämpfen im ostukrainischen Kriegsgebiet sind mindestens zwei Soldaten getötet und 20 weitere verletzt worden. Das teilte Andrej Lyssenko von der Militärführung in Kiew am Montag mit. Auch der regierungstreue Gouverneur des Gebiets Luhansk, Gennadi Moskal, berichtete von Mörserbeschuss durch prorussische Separatisten. Der Armeeführung zufolge wurden zudem Stellungen der Regierungstruppen zuletzt mehr als 100-mal von den Aufständischen beschossen.