Terrorismusbekämpfung

Libyen verkündet Tod des Top-Terroristen Mokhtar Belmokhtar

„Der Einäugige“, „Der Unerreichbare“, „Mister Marlboro“: Gleich unter drei Spitznamen ist der algerische Dschihadistenführer Mokhtar Belmokhtar bekannt, und noch viel länger ist die Liste der Verbrechen, die ihm angelastet werden.

Allein von der algerischen Justiz wurde er wegen der Entführung und Ermordung von Ausländern zweimal zum Tode verurteilt. Laut libyscher Regierung starb Belmokhtar nun bei einem US-Luftangriff in Libyen – doch vor über zwei Jahren war schon einmal fälschlicherweise sein Tod verkündet worden.

Belmokhtar wurde 1972 geboren. In einem seiner seltenen Interviews sagte er 2007, er sei als junger Mann von den afghanischen Mudschahedin und ihrem Kampf gegen die sowjetische Armee so fasziniert gewesen. Ausbilden ließ er sich in jenen Lagern, aus denen das Terrornetzwerk al-Qaida entstand. Von mehreren Ländern wurde Belmokhtar gesucht, die USA setzten ein Kopfgeld in Höhe von fünf Millionen Dollar auf ihn aus. Ob es dem US-Militär nun gelungen ist, ihn zu fassen, blieb zunächst unklar. Das Pentagon bestätigte, dass er das „Ziel“ eines Angriffs gewesen sei. Die Ergebnisse würden aber noch ausgewertet.