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Schulden-Krise: Griechenland-Gläubiger erhöhen Druck auf Tsipras ++ NSU-Prozess: Zschäpe will sich von Anwältin Sturm trennen ++ Salmonellen-Skandal: Seehofer fordert rückhaltlose Aufklärung

Griechenland-Gläubiger erhöhen Druck auf Tsipras

Im Schuldenstreit mit Griechenland haben die Gläubiger den Druck auf Regierungschef Alexis Tsipras erhöht. Die jüngsten Reformvorschläge Athens spiegelten nicht den Stand getroffener Verabredungen wider, kritisierte ein Sprecher von EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker. EU-Wirtschaftskommissar Pierre Moscovici habe den griechischen Verhandlungsführern klar gemacht, „dass ihre jüngsten Vorschläge nicht dem Stand der Gespräche“ zwischen Juncker und Tsipras entsprächen, so der Sprecher. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Frankreichs Präsident François Hollande drängten Tsipras zur Eile. Sie trafen den Ministerpräsidenten am Mittwochabend am Rande des EU-Lateinamerika-Gipfels. Die Ratingagentur Standard & Poor's hat die Kreditbewertung Griechenlands von „CCC“ auf „CCC “ weiter herabgestuft.

Zschäpe will sich von Anwältin Sturm trennen

Der Münchner NSU-Prozess ist am Mittwoch nach mehreren Unterbrechungen vorzeitig bereits am Mittag zu Ende gegangen. Zeugen wurden nicht gehört. Grund war erneut das gestörte Verhältnis der Hauptangeklagten Beate Zschäpe zu ihren Anwälten. In einer der Pausen habe Zschäpe beantragt, Verteidigerin Anja Sturm von ihrem Mandat zu entbinden, sagte der Vorsitzende Richter Manfred Götzl. Gegen die beiden anderen Verteidiger Wolfgang Heer und Wolfgang Stahl richtete sich ihr Antrag nicht.

Seehofer fordert rückhaltlose Aufklärung

Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) dringt auf eine rückhaltlose Aufklärung des möglicherweise durch Eier aus Niederbayern ausgelösten europaweiten Salmonellenausbruchs. „Ich möchte, dass die ganze Sache völlig vorurteilsfrei und im Sinne des Verbraucherschutzes angegangen wird“, sagte Seehofer am Mittwoch am Rande einer CSU-Fraktionssitzung im Landtag. Umweltministerin Ulrike Scharf (CSU) muss an diesem Donnerstag im zuständigen Ausschuss über die bisherigen Erkenntnisse berichten. Seehofer betonte, die Ministerin habe „von mir aus jede Unterstützung“.