Konflikt

Bangladesch und Indien feiern neues Grenzabkommen

Tausende Menschen in der Grenzregion zwischen Bangladesch und Indien haben am Sonntag ein neues Abkommen zur Beendigung jahrzehntelanger Streitigkeiten um Territorialansprüche gefeiert.

Der indische Regierungschef Narendra Modi und seine bangladeschische Kollegin Sheikh Hasina hatten am Sonnabend ein Abkommen zur Beendigung des Grenzstreits unterzeichnet. Betroffen sind 162 Enklaven in beiden Ländern mit insgesamt etwa 50.000 Einwohnern, die bislang staatenlos waren. Der Streit ging auf teils jahrhundertealte Verträge örtlicher Machthaber über die Gebiete zurück. Die Enklaven werden nun offiziell in das jeweilige Staatsgebiet eingegliedert. Den zumeist armen Einwohnern steht es frei, dort zu bleiben oder in das Land ihrer Wahl zu ziehen. Auch ihre Staatszugehörigkeit können sie wählen. Bangladesch hatte der Neuregelung bereits 1974 zugestimmt, das indische Parlament gab aber erst im Mai grünes Licht. Die Unterzeichnung des Abkommens bei einem Besuch Modis in Bangladesch gilt daher als historisch.