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Politik II

Russland: Putin verteidigt seine Politik als Antwort auf Bedrohung ++ Ägypten: Gericht hebt Einstufung der Hamas als Terrorgruppe auf ++ USA: Obama würdigt Sohn seines Vizepräsidenten bei Messe

Putin verteidigt seine Politik als Antwort auf Bedrohung

Der russische Präsident Wladimir Putin hat seine im Westen umstrittene Politik als Reaktion auf neue Gefahren für sein Land verteidigt. „Das, was wir tun, ist bloß eine Antwort auf die Bedrohungen, die an unsere Adresse gerichtet sind“, sagte Putin der italienischen Zeitung „Corriere della Sera“: „Es gibt keinen Grund, vor Russland Angst zu haben.“ Ein Angriff Russlands auf Mitglieder der Nato sei unvorstellbar. „Die Welt hat sich derart verändert, dass sich zurechnungsfähige Menschen einen solchen militärischen Konflikt gar nicht mehr vorstellen können.“ Mit Blick auf die Ostukraine beschuldigte Putin die Regierung in Kiew, keinen Willen zur Umsetzung des Friedensabkommens zu zeigen.

Gericht hebt Einstufung der Hamas als Terrorgruppe auf

Ein ägyptisches Gericht hat die Einstufung der radikal-islamischen Hamas als Terrororganisation am Sonnabend aufgehoben. Zur Begründung hieß es laut der staatlichen Zeitung „Al-Ahram“, diese Einstufung der im Gazastreifen herrschenden Palästinensergruppe sei im Februar durch ein unzuständiges Gericht vorgenommen worden. In Ägypten waren nach dem Sturz des islamistischen Präsidenten Mohammed Mursi 2013 Vorwürfe erhoben worden, dass die Mursi nahestehende Hamas in Terroranschläge in Ägypten verwickelt sei. Die Hamas dementierte das. Die Regierung in Kairo sieht in den Islamisten jedoch einen ständigen Unruhestifter.

Obama würdigt Sohn seines Vizepräsidenten bei Messe

US-Präsident Barack Obama hat die Trauerrede bei der Beerdigung des ältesten Sohnes seines Vizepräsidenten Joe Biden gehalten. Der im Alter von 46 Jahren an einem Hirntumor verstorbene Beau Biden sei „ein Original“ gewesen, sagte Obama am Sonnabend bei einer Messe in Wilmington im Bundesstaat Delaware. Biden habe kein privilegiertes Leben führen wollen, sondern sei seinen eigenen, schwierigeren Weg gegangen, der ihm aber größere Zufriedenheit geschenkt habe. Am Ende der Trauerfeier sang der Sänger von Coldplay, Chris Martin. Er hatte dies über gemeinsame Freunde angeboten, nachdem er erfahren hatte, dass Beau Biden Fan von Coldplay gewesen war.