Militär

Von der Leyen will mehr Frauen für die Bundeswehr

Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) will in der Bundeswehr deutlich mehr Frauen haben.

„Die Franzosen haben in den Streitkräften einen Frauenanteil von 20 Prozent. Auf mittlere Sicht sollten wir das auch schaffen“, sagte von der Leyen der „Bild am Sonntag“.

Beim Frauenanteil habe die Bundeswehr bereits Fortschritte gemacht, sagte von der Leyen. Inzwischen seien elf Prozent der Soldaten weiblich. Die Ministerin hob unter anderem den steigenden Frauenanteil beim freiwilligen Wehrdienst und bei den jungen Offizieren hervor. Beim freiwilligen Wehrdienst, der für viele der Einstieg sei, habe sich die Zahl der Frauen von Anfang 2013 bis heute nahezu verdoppelt. Bei den jungen Offizieren, die sich für eine Karriere bei der Bundeswehr entscheiden, sei der Frauenanteil sogar auf 23 Prozent gestiegen, sagte von der Leyen. „Es geht also in die richtige Richtung, wir müssen aber noch hart weiterarbeiten.“

Zur Amtszeit von Bundeswehr-Generalinspekteur Volker Wieker sagte die Ministerin der „BamS“: „Zu meiner großen Freude hat sich der Generalinspekteur bereit erklärt, bis zum Sommer 2017 weiterhin diese Aufgabe zu übernehmen.“ Der heute 61-jährige Wieker erreicht im kommenden Jahr die reguläre Pensionsgrenze für Generäle von 62 Jahren.

Wieker äußerte sich im Deutschlandfunk zu den aktuellen Ausrüstungsproblemen der Bundeswehr. Was Mängel an Helmen oder mit dem Sturmgewehr G36 angeht, warb der Generalinspekteur darum, „trotz des medialen Hypes die Probleme richtig einzuordnen“. Der kritisierte Helm entspreche der höchsten Schutzklasse – wenn eine Schraube ausgetauscht werde, sei das Problem behoben. Beim G36 sprach sich Wieker für Korrekturen am Rohr und dem Verbundstoff zwischen Rohr und Zieleinrichtung aus. Derzeit sei zwar die „Erstschusstrefferwahrscheinlichkeit“ gefährdet, nicht aber der Einsatz der Waffe insgesamt.