Todesfall

Ältester Sohn von US-Vizepräsident Biden gestorben

Beau Biden, der älteste Sohn von US-Vizepräsident Joe Biden, ist an Krebs gestorben.

Wie das Weiße Haus in Washington im Namen der Familie mitteilte, erlag der 46-Jährige am Sonnabendabend einem Hirntumor. „Die gesamte Familie Biden ist unbeschreiblich traurig“, hieß es in der Mitteilung. „Wir wissen, dass sein Geist in uns allen weiterleben wird – besonders durch seine mutige Frau Hallie und die zwei bemerkenswerten Kinder Natalie und Hunter.“

Beau Biden habe gegen den Hirntumor „mit derselben Integrität, dem Mut und der Stärke gekämpft, die er jeden Tag gezeigt“ habe, hieß es weiter. US-Präsident Barack Obama bekundete in einer weiteren Mitteilung des Weißen Hauses sein Beileid. Beau Biden sei in die Fußstapfen seines Vaters getreten: Er habe an derselben Universität wie sein Vater Jura studiert und sei in den öffentlichen Dienst eingetreten. Zudem sei er wie sein Vater ein herzlicher Mensch und ein gläubiger Katholik gewesen. Auch eine politische Karriere hatte Beau Biden nicht ausgeschlossen: Er erwog, für den US-Senat zu kandidieren, nachdem der Sitz seines Vaters durch dessen Ernennung zum Vizepräsidenten 2008 frei wurde. Stattdessen entschied er sich, weiter als Generalstaatsanwalt des Ostküstenstaates Delaware zu arbeiten. Zuvor war er in der Nationalgarde tätig gewesen, 2008 wurde er in den Irak versetzt.

Einige Politiker in Delaware gingen noch vor Kurzem davon aus, dass Beau Biden doch eine politische Karriere anstreben und 2016 bei der Gouverneurswahl kandidieren würde. In den vergangenen Wochen verschlechterte sich sein Gesundheitszustand jedoch deutlich.

Der Tod seines Sohnes ist ein weiterer schwerer Schicksalsschlag für den US-Vizepräsidenten: Seine erste Ehefrau und die kleine Tochter waren 1972 bei einem Autounfall ums Leben gekommen. Beau Biden und sein jüngerer Bruder Hunter, die ebenfalls in dem Auto saßen, überlebten den Unfall.