Nachrichten

Politik II

USA: Washington streicht Kuba von der Terrorliste ++ Frankreich: Bettencourt-Affäre: Sarkozy von Vorwürfen entlastet ++ Belgien: Justiz ermittelt wegen BND-Ausspähung ++ Nigeria: Muhammadu Buhari als neuer Präsident vereidigt ++ Libyen: Terrormiliz IS erobert Gaddafis Heimatstadt Sirte

Washington streicht Kuba von der Terrorliste

Die USA haben Kuba offiziell von der Liste der Terrorismus unterstützenden Staaten genommen. Das US-Außenministerium teilte am Freitag mit, damit sei der Weg frei für die Aufnahme voller diplomatischer Beziehungen und die Eröffnung von Botschaften in Havanna und Washington. US-Präsident Barack Obama hatte die Absicht, Kuba von der Liste der Terrorstaaten zu nehmen, vor 45 Tagen angekündigt.

Bettencourt-Affäre: Sarkozy von Vorwürfen entlastet

In der Bettencourt-Affäre ist für Frankreichs Ex-Präsidenten Nicolas Sarkozy der Vorwurf der illegalen Wahlkampffinanzierung juristisch vom Tisch: Ein Gericht in Bordeaux sprach am Donnerstag Sarkozys früheren Wahlkampfschatzmeister Eric Woerth von dem Vorwurf frei. Es verurteilte andere Angeklagte zu Haftstrafen, weil sie der L’Oréal-Milliardärin Liliane Bettencourt Millionenbeträge aus der Tasche zogen.

Justiz ermittelt wegen BND-Ausspähung

Die belgischen Behörden ermitteln wegen der mutmaßlichen Ausspähung durch den BND und den US-Geheimdienst NSA. Der Staatsschutz untersuche, inwiefern belgische Ziele Opfer von Spionagetätigkeiten waren, teilte eine Sprecherin des Justizministeriums am Freitag in Brüssel mit. Der Justizminister reagiere damit auf Berichte, wonach BND und NSA elektronische Daten aus Belgien abgefangen haben.

Muhammadu Buhari als neuer Präsident vereidigt

In Nigeria ist mit der Vereidigung von Präsident Muhammadu Buhari der erste demokratische Machtwechsel in der Geschichte des afrikanischen Landes vollzogen worden. Der 72-jährige frühere Militärdiktator legte am Freitag in Abuja den Amtseid ab. Er übernahm damit die Amtsgeschäfte von seinem Vorgänger Goodluck Jonathan, der seine Wahlniederlage anerkannt hatte.

Terrormiliz IS erobert Gaddafis Heimatstadt Sirte

Die Terrormiliz „Islamischer Staat“ hat die libysche Stadt Sirte erobert. IS-Dschihadisten vertrieben in der Nacht zum Freitag die islamistische Brigade 166 aus ihren letzten Positionen am Flughafen von Sirte, bei einem Kraftwerk und an einem Bewässerungskanal. Sirte, 450 Kilometer östlich von Tripolis, ist die Heimatstadt des langjährigen Diktators Muammar al-Gaddafi.