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Politik II

Konflikt: Türkische Luftwaffe schießt syrisches Flugzeug ab ++ Attentat: 13-Jährige zündet Bombe auf Markt in Nigeria ++ Liberalisierung: Marokko lockert Gesetze zur Abtreibung

Türkische Luftwaffe schießt syrisches Flugzeug ab

Türkische Kampfflugzeuge haben im Grenzgebiet zu Syrien ein Flugzeug aus dem Nachbarland abgeschossen. Die Maschine habe zuvor zweimal den türkischen Luftraum verletzt, berichteten türkische Medien am Sonnabend unter Berufung auf Angaben des türkischen Militärs weiter. Zwei türkische F-16-Jets seien aufgestiegen und hätten Raketen abgefeuert. Es sei zu sehen gewesen, dass die syrische Maschine getroffen wurde und über syrischem Gebiet abstürzte. Ankara hat das syrische Regime in den vergangenen Jahren immer wieder gewarnt, dass auf Grenzverletzungen scharf reagiert werde. In dem Krieg in Syrien unterstützt die Türkei Verbände der Aufständischen. In dem Grenzgebiet gab es zuletzt immer wieder Zwischenfälle.

13-Jährige zündet Bombe auf Markt in Nigeria

Bei einem Bombenanschlag im Nordosten Nigerias sind zahlreiche Menschen getötet worden. Ein Mädchen im Alter von höchstens 13 Jahren habe einen unter ihrem muslimischen Gewand versteckten Sprengsatz gezündet, teilten Polizei und Augenzeugen am Sonnabend mit. Wegen ihres Alters sei sie am Zugang zum Markt in der Stadt Damaturu im Bundesstaat Borno anscheinend nicht kontrolliert worden. „Sie war so ein kleines Mädchen, von dem niemand gedacht hätte, dass es für so einen heimtückischen Akt benutzt würde“, sagte Lawan Biu, ein Bewohner der Stadt. Offizielle Opferzahlen gab es zunächst nicht. „Ich sah, wie zehn Körper weggerissen wurden“, sagte ein Augenzeuge.

Marokko lockert Gesetze zur Abtreibung

Künftig dürfen Frauen in Marokko auch abtreiben, wenn sie vergewaltigt worden sind oder beim Embryo Missbildungen festgestellt worden sind. König Mohammed VI ordnete der staatlichen Nachrichtenagentur zufolge an, die entsprechenden Gesetze zu lockern. Zudem dürfen Frauen bei Inzest die Schwangerschaft unterbrechen. Bislang waren Abtreibungen nur erlaubt, wenn eine Gefahr für die Gesundheit der Mutter bestand. Die Anordnung folgt Empfehlungen des Justizministeriums, des Ministeriums für religiöse Angelegenheiten sowie einer Menschenrechtsorganisation, wie es hieß. Das Empfehlungskomitee teilte mit, eine große Mehrheit der Marokkaner sehe Abtreibungen weiter als illegal an.