Geheimdienst

BND liefert NSA jeden Monat 1,3 Milliarden Daten

Der Bundesnachrichtendienst (BND) liefert dem US-Geheimdienst NSA nach einem Bericht von „Zeit Online“ jeden Monat bis zu 1,3 Milliarden Meta- oder Verbindungsdaten.

Das Nachrichtenportal berief sich am Dienstag auf eine Einsichtnahme vertraulicher Akten. Einen Einfluss auf die weitere Nutzung der Daten durch die NSA hat der deutsche Auslandsgeheimdienst demnach nicht.

Meta- oder Verbindungsdaten erhalten zwar keine Angaben zu Kommunikationsinhalten, wohl aber Rahmendaten wie angerufene oder angeschriebene Nummern oder Adressen oder auch besuchte Internetseiten und Betreffzeilen von Mails, außerdem Ortungsdaten von Smartphones. Daraus lassen sich Rückschlüsse auf Kommunikationspartner, persönliche Interessen oder Lebensgewohnheiten ziehen sowie Bewegungsprofile erstellen.

Bereits zu Beginn der Spähaffäre vor zwei Jahren war aufgrund der Unterlagen des ehemaligen US-Geheimdienstmitarbeiters Edward Snowden bekannt geworden, dass die NSA in einem Monat ungefähr 500 Millionen Metadaten vom BND bekam. Die Zahl galt für Dezember 2012. „Zeit Online“ zufolge zeigen die neuen Unterlagen nun, dass der deutsche Geheimdienst viel mehr solcher Informationen an die Amerikaner schickt. Dem Bericht zufolge sammelt der BND inzwischen pro Tag etwa 220 Millionen solcher Daten.