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Justiz: Kürzere Verhandlungstage im Auschwitz-Prozess ++ Spanien: Flugverbot für neue A400M-Maschinen ++ Südostasien: Tausende Bootsflüchtlinge treiben hilflos im Meer

Kürzere Verhandlungstage im Auschwitz-Prozess

Im Auschwitz-Prozess vor dem Landgericht Lüneburg sollen die Verhandlungstage wegen der angegriffenen Gesundheit des angeklagten SS-Manns nicht länger als drei Stunden dauern. Das sagte der Vorsitzende Richter am Dienstag, nachdem ein vom Gericht beauftragter Mediziner den 93Jahre alten Angeklagten Oskar Gröning untersucht hatte. Danach sei er mit Einschränkungen verhandlungsfähig. Der Prozess war am Donnerstag unterbrochen worden, Gröning war an einem Infekt erkrankt.

Flugverbot für neue A400M-Maschinen

Nach dem Absturz eines Airbus-Militärtransporters hat Spanien ein Flugverbot für neue A440M-Maschinen verhängt. Die Flugzeuge, die noch in der Produktionsphase seien und getestet würden, dürften erst abheben, wenn die Ursache für den Absturz am Sonnabend bei Sevilla geklärt sei, sagte Verteidigungsminister Pedro Morenes. Erst müsse klar sein, was wirklich geschah, betonte er. Die Airbus-Testflotte sei dagegen von dem Verbot nicht betroffen, teilte die Rüstungssparte Airbus Defence & Space mit.

Tausende Bootsflüchtlinge treiben hilflos im Meer

In Südostasien spitzt sich eine Flüchtlingskrise dramatisch zu. Auf hoher See sollen dort 8000 Menschen in teils nicht seetüchtigen Booten und ohne ausreichend Wasser und Lebensmittel treiben, wie die Organisation für Migration(IOM) am Dienstag berichtete. Es dürfte sich überwiegend um Angehörige der muslimischen Minderheit der Rohingya aus Myanmar handeln. Wegen akuten Vitaminmangels sähen einige Gerettete „wie Skelette“ aus. Er rief die Behörden Thailands, Malaysias und Indonesiens auf, die Menschen an Land zu lassen.