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Erdogan: Schlägerei im Anschluss an Wahlkampfrede in Karlsruhe ++ Krankenhausreform: Marburger Bund kritisiert Pläne zu Kliniken ++ Prozess: Auschwitz-Verhandlung wird fortgesetzt

Schlägerei im Anschluss an Wahlkampfrede in Karlsruhe

Im Anschluss an die Kundgebung des türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan ist es in einem Karlsruher Schnellimbiss zu einem Angriff von 15 bis 20 Menschen gekommen. Diese griffen nach Polizeiangaben einen 33-jährigen Mitarbeiter des Lokals an, nachdem sie ihn gefragt hatten, ob er an der Versammlung mit Erdogan teilgenommen habe. Der Mann wurde am Sonntagabend mit der Faust zu Boden geschlagen, andere traten auf ihn. Ein 24-Jähriger wurde mit Pfefferspray attackiert. Die Täter sollen eine kurdische Fahne getragen haben.

Marburger Bund kritisiert Pläne zu Kliniken

Die Ärztegewerkschaft Marburger Bund (MB) findet den bisherigen Entwurf zur Krankenhausreform „ziemlich enttäuschend“. Unter dem Deckmantel einer Qualitätsoffensive würden weiter Kapazitäten abgebaut, sagte MB-Vorsitzender Rudolf Henke am Montag in Frankfurt. Der MB vertritt die angestellten und beamteten Ärzte. An diesem Dienstag beginnt in Frankfurt der Deutsche Ärztetag. Der Marburger Bund fordert mehr Geld für die Versorgung ambulanter Patienten in den Notaufnahmen. Zurzeit versorgten die Krankenhäuser auch viele normale Patienten, die statt in eine Praxis ins Krankenhaus kämen.

Auschwitz-Verhandlung wird fortgesetzt

Der Auschwitz-Prozess gegen den früheren SS-Mann Oskar Gröning wird am heutigen Dienstag fortgesetzt. Wie das Lüneburger Landgericht mitteilte, liegt inzwischen eine ärztliche Stellungnahme zum Gesundheitszustand des 93-jährigen Angeklagten vor. Die Verhandlung könne demnach wie geplant stattfinden. In der vergangenen Woche war ein Verhandlungstag wegen gesundheitlicher Probleme des Angeklagten vorzeitig abgebrochen worden, der folgende Verhandlungstag wurde komplett abgesagt. Es sollen drei weitere Zeuginnen gehört werden.