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Politik II

Dänemark: Bericht nach Terror deckt Schwächen der Polizei auf ++ Syrien: Türkei und Saudi-Arabien wollen Rebellen helfen ++ Iran: Von Teheran festgehaltener Frachter wieder frei

Bericht nach Terror deckt Schwächen der Polizei auf

Nach den Terroranschlägen in Kopenhagen im Februar ist in Dänemark Kritik an Sicherheitsdienst und Polizei laut geworden. Nach einem 140 Seiten starken Bericht, den die Polizei der Regierung vorlegte, verstrichen nach dem ersten Angriff auf ein Kulturcafé fast vier Stunden, bis sechs Beamte zum Schutz der örtlichen Synagoge abgestellt wurden. Dort erschoss der Attentäter später einen jüdischen Wachmann. Zuvor hatte er die anwesenden Polizisten an der Nase herumgeführt, indem er sich betrunken stellte. Nur Sekunden vor dem Angriff hatte einer der Beamten die Hände in den Hosentaschen. Omar Abdel Hamid El-Hussein hatte am Valentinstag bei einem Angriff auf ein Kulturcafé, in dem eine Diskussion zur Meinungsfreiheit stattfand, einen Regisseur erschossen.

Türkei und Saudi-Arabien wollen Rebellen helfen

Die Türkei und Saudi-Arabien haben einen Pakt zur Unterstützung der syrischen Rebellen geschlossen, die gegen den syrischen Präsidenten Baschar al-Assad kämpfen. Das Abkommen sieht logistische und finanzielle Hilfen für die Rebellen vor, teilten türkische Regierungskreise am Donnerstag mit. Sowohl die Türkei als auch Saudi-Arabien sind erklärte Gegner Assads. Bisher hatten sie sich aber nicht auf ein gemeinsames Vorgehen verständigt. Dass sie nun doch ein Abkommen geschlossen haben, sehen Beobachter auch als eine Reaktion auf die passive Rolle der USA in dem Konflikt. Washington zögert mit der Unterstützung der Rebellen, weil es radikale extremistische Gruppen wie den „Islamischen Staat“ (IS) nicht stärken will.

Von Teheran festgehaltener Frachter wieder frei

Nach gut einer Woche in Gewahrsam des Irans ist der Frachter „MV Maersk Tigris“ wieder frei. Der Betreiber Rickmers Shipmanagement bestätigte am Donnerstag eine entsprechende Meldung der amtlichen Agentur Irna. Das Schiff soll nun seine Reise nach Dschabal Ali in den Vereinigten Arabischen Emiraten fortsetzen. Es fährt unter der Flagge der Marshallinseln, die dänische Reederei Maersk Line hat es gechartert. Iranische Kräfte hatten den Frachter am 28. April nach Warnschüssen geentert. Hintergrund soll eine Beschwerde eines iranischen Privatunternehmens sein. Nach Angaben des iranischen Außenministeriums sollten die Verantwortlichen der „MV Maersk Tigris“ eine Strafe zahlen. Rickmers äußerte sich zunächst nicht dazu, ob Geld geflossen ist.