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Neonazi-Überfall in Weimar: Tatverdächtige stammen aus vier Bundesländern ++ Evangelische Kirche: Irmgard Schwaetzer bleibt Synodenpräses ++ Vor Migrationsgipfel: Länder fordern mehr Geld für Flüchtlinge vom Bund

Tatverdächtige stammen aus vier Bundesländern

Nach dem Überfall von Rechtsextremen auf eine Maikundgebung der Gewerkschaften in Weimar wird laut Thüringer Innenministerium gegen 27 Tatverdächtige aus vier Bundesländern ermittelt. Es handle sich um 22 Männer und fünf Frauen aus Sachsen, Brandenburg, Hessen und Thüringen. Die 18 bis 35 Jahre alten Verdächtigen sind wieder auf freiem Fuß. Nach jüngsten Zahlen hatten etwa 40 Neonazis die Kundgebung gestürmt und drei Menschen leicht verletzt. Von der Polizei sichergestellte Fahnen und Flyer weisen Bezüge zur Jugendorganisation der rechtsextremen NPD auf.

Irmgard Schwaetzer bleibt Synodenpräses

Die frühere FDP-Politikerin Irmgard Schwaetzer bleibt Vorsitzende des evangelischen Kirchenparlaments. Sie wurde am Sonnabend in Würzburg bei der konstituierenden Frühjahrssitzung der Synode mit großer Mehrheit wiedergewählt. 111 von 115 Synodalen gaben der 73-Jährigen ihre Stimme, die keinen Gegenkandidaten hatte. Schwaetzer wird damit der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) für die kommenden sechs Jahre vorstehen. Gemeinsam mit dem EKD-Ratsvorsitzenden Heinrich Bedford-Strohm bildet sie das Gesicht der evangelischen Kirche.

Länder fordern mehr Geld für Flüchtlinge vom Bund

Die Länder fordern vor dem Flüchtlingsgipfel in der kommenden Woche vom Bund deutlich mehr Geld zur Deckung der steigenden Kosten der Flüchtlingsunterbringung. „Der Bund zahlt bisher eine Milliarde Euro – er muss seine bisherigen Zahlungen mindestens verdoppeln“, sagte Bayerns Finanzminister Markus Söder dem „Spiegel“. Bei Ländern und Kommunen sei die Schmerzgrenze erreicht. Zudem forderte der CSU-Politiker mehr Personal für das Bundesamt für Migration, das die Asylanträge bearbeitet.