Leserbriefe

„Intrigen und verbale Schlammschlachten“

Zum Artikel: „Weiteres Vorstandsmitglied der AfD legt Amt nieder“ vom 28. April

Die Selbstdemontage der Partei Alternative für Deutschland (AfD) schreitet voran. Die innerparteiliche Zerrissenheit dieser kleinen Splitterpartei zeigt, dass ihr Führungspersonal sich lieber mit Intrigen und verbalen Schlammschlachten beschäftigt, als dem Wählerauftrag nachzukommen und sich um die Sorgen und Nöte der Menschen zu kümmern.

Wie einst die Hamburger Schill-Partei, wird auch die AfD als politische Eintagsfliege dem politischen Untergang entgegengehen, ohne nachhaltig politische Spuren im bundesdeutschen Parteiensystem zu hinterlassen. Die Dummen dabei sind wie immer die Steuerzahler, die die üppigen Diäten und Übergangsgelder der Abgeordneten noch eine Weile zu finanzieren haben.

Albert Alten, per E-Mail

Hans-Olaf Henkel gehört zweifellos zu der Elite unseres Landes. Bedauerlicherweise hat er sich von dem Rattenfänger Bernd Lucke blenden und vor dessen Karren spannen lassen, der unserem

Land und unserer Demokratie schadet. Bei allem Verständnis für seine durchaus berechtigte Kritik an manchen Entwicklungen unserer Demokratie ist Lucke nicht der Mann, der Deutschlands Zukunft jemals bestimmen darf. Viele Menschen haben berechtigte Sorge, dass ehrenhafte Menschen unserer Gesellschaft sich zu Steigbügelhaltern eines gefährlichen Autokraten und Despoten degradieren lassen.

Dr. Jürgen Hofmann, per E-Mail

Der Bürger profitiert, andere Bürgerämter werden entlastet

Zum Artikel: „Azubis statt Warteschlangen“ vom 28. April

Man muss nicht immer nur kritisieren. Gute Ideen sollten, da äußerst rar in der Berliner Politik, auch einmal lobend erwähnt werden. Hierzu gehört die Umsetzung einer Idee vom Kreuzberger Bezirksstadtrat Knut Mildner-Spindler. Auszubildende, die im täglichen Betrieb der Bürgerämter nicht oder nur schlecht ausgebildet werden können, bekommen eine Herausforderung. Der Gewinn für alle Beteiligten ist enorm, die Qualität der Ausbildung steigt, die Lernsituationen sind besser und die Motivation höher. Wenn dieses Projekt aktiv begleitet wird, steht dem Erfolg nichts im Wege. Der Bürger profitiert, andere Bürgerämter werden entlastet und der Auszubildende leistet praxisnahe Arbeit in Eigenverantwortung. Ich wünschte mir in unserer Hauptstadt mehr Politiker, die einmal über den Tellerrand schauen und widrigen Umständen und strammen Vorschriften trotzen.

Michael Klages, Staaken

Aufsicht nicht aktiv durch Kontrollen wahrgenommen

Zum Artikel: „Die Spur führt ins Kanzleramt“ vom 29. April

Langsam scheint der unbefriedigende politische Führungsstil der Bundeskanzlerin offensichtlich zu werden. Sie scheint sich mehr als Außenpolitikerin zu gerieren, als sich vorrangig um die innenpolitischen Probleme zu kümmern, die zahlreich sind und dringend angegangen und erledigt werden müssten. Dies zeigt sich sogar in der Organisation des Bundeskanzleramtes, das auch die Aufsicht über den BND hat und diese Aufsicht nicht aktiv durch Kontrollen wahrnimmt, sondern erst auf Informationen reagiert, die Spionagevorgänge von vor zwei Jahren und davor betreffen.

Gottfried Hecht, per E-Mail

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