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Entgeltgleichheitsgesetz: Frauenministerin erwartet großen Widerstand ++ Zweiter Weltkrieg: Akten mit unbekannten Hitler-Zitaten freigegeben ++ Innovationszentren: Kritik an Agrarprojekten von Entwicklungsminister Müller

Frauenministerin erwartet großen Widerstand

Frauenministerin Manuela Schwesig (SPD) rechnet auch in den Verhandlungen über das Entgeltgleichheitsgesetz mitGegenwind. Auf die Frage, ob sie bei diesem Gesetzesvorhaben vom Koalitionspartner ähnlich großen Widerstand wie bei der Frauenquote erwarte, sagte sie: „Den Widerständen sehe ich gelassen entgegen. Aber politisch wird das sicher kein Spaziergang werden.“ Sie sei jedoch zuversichtlich, „dass wir mit der Union ein Gesetz zur Lohngerechtigkeit hinbekommen“.

Akten mit unbekannten Hitler-Zitaten freigegeben

Adolf Hitler hat nach bislang geheimen Dokumenten schon eineinhalb Jahre vor Ende des Zweiten Weltkriegs laut Experten nur noch auf Durchhalteparolen gesetzt. So habe der Diktator in einer Lagebesprechung am 13. Oktober 1943 auf die Frage „Wie kann der Krieg siegreich beendet werden?“ geantwortet: Indem man „nie verzagt, sondern jede Schwäche ausspäht und sofort wieder ausnutzt“, berichtet der „Spiegel“. Insgesamt gab die russische Regierung mehr als zwei Millionen Blatt deutscher Beuteakten aus dem Zweiten Weltkrieg frei.

Kritik an Agrarprojekten von Entwicklungsminister Müller

Projekte des Entwicklungsministers Gerd Müller (CSU) sorgen laut „Spiegel“ für Widerspruch. Mit „Grünen Innovationszentren“ will Müller künftig Landwirte in 13 Staaten unterstützen. Dort sollen deutsche Agrarunternehmen die ausländischen Bauern über Produkte wie Landmaschinen und Saatgut informieren. Der entwicklungspolitische Sprecher der Grünen-Fraktion, Uwe Kekeritz, kritisierte das Vorhaben. Solche Zentren würden „die Abhängigkeit der Bauern von internationalen Konzernen fördern“.