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Griechenland: Finanzminister von Anarchisten angegriffen ++ Nordkorea: Kim Jong-un lässt ranghohe Beamte exekutieren ++ Ungarn: Regierungspartei will über Todesstrafe debattieren

Finanzminister von Anarchisten angegriffen

Der griechische Finanzminister Janis Varoufakis ist bei einem Abendessen mit seiner Ehefrau in einem Athener Restaurant von vermummten Anarchisten angegriffen worden. Wie sein Ministerium am Mittwoch erklärte, attackierten Maskierte das Paar am Vorabend im Stadtteil Exarchia. Die Angreifer hätten mit Gegenständen nach Varoufakis und dessen Frau geworfen, sie aber nicht getroffen. Möglicherweise blieb Varoufakis aber auch Schlimmeres erspart, weil sich seine Frau Danae zwischen ihn und die Anarchisten stellte.

Kim Jong-un lässt ranghohe Beamte exekutieren

In Nordkorea sind in diesem Jahr offenbar 15 ranghohe Regierungsbeamte hingerichtet worden. Sie sollen die Autorität von Staatschef Kim Jong-un bedroht haben, sagte der Leiter des südkoreanischen Geheimdienstes am Mittwoch bei einem Treffen mit Abgeordneten. Geheimdienstchef Lee Byoung-ho habe dabei auch berichtet, dass Kim im Mai offenbar nach Russland reise, um dort den 70. Jahrestag des Sieges über Nazi-Deutschland zu begehen, berichtete der Parlamentarier Shin Kyung-min.

Regierungspartei will über Todesstrafe debattieren

Die ungarische Regierungspartei Fidesz von Ministerpräsident Viktor Orban will die Wiedereinführung der Todesstrafe ins Gespräch bringen. Fidesz-Fraktionschef Antal Rogan fügte am Mittwoch im staatlichen Radio hinzu, Ungarn könnte eine Debatte auf EU-Ebene anregen. Anlass ist der Mord an einem 22-jährigen Verkäufer in einem Tabakgeschäft in Südungarn. Fidesz steht politisch zunehmend unter Druck der rechtsextremistischen Jobbik-Partei, die sich für die Wiederführung der Todesstrafe stark macht.