Konflikt

UN-Vermittler will Friedensgespräche für Syrien in Gang bringen

Die Vereinten Nationen wollen vom 4. Mai an im schweizerischen Genf getrennte Gespräche mit den Konfliktparteien im syrischen Bürgerkrieg führen.

Entsprechende Einladungen seien vor einigen Tagen verschickt worden, sagte der UN-Sprecher Ahmad Fawzi am Freitag. Demnach sollen die Gespräche auf Botschafter- oder Expertenebene unter der Schirmherrschaft des UN-Syrien-Sondergesandten Staffan de Mistura vier bis sechs Wochen dauern. Ziel sei es zunächst, festzustellen, wo Regierung und Opposition fast drei Jahre nach der ersten Friedenskonferenz von Genf stehen.

Die Konfliktparteien hatten im Juni 2012 unter Vermittlung des damaligen UN-Sondergesandten Kofi Annan einem Zeitplan für einen politischen Übergang zugestimmt. Die Vereinbarung führte jedoch nicht zu einem Ende des Bürgerkriegs. Eine zweite Friedenskonferenz in Genf Anfang 2014 unter Vermittlung von Annans Nachfolger Lakhdar Brahimi brachte ebenfalls keinen Durchbruch. Im Januar sagte de Mistura, die Bedingungen für einen erneuten Anlauf seien noch nicht gegeben. Seit März 2011 starben bereit mehr als 220.000 Menschen in dem Konflikt. Vor dem Bürgerkrieg sind mittlerweile fast vier Millionen Menschen geflohen.

Schauspielerin Angelina Jolie hat die internationale Gemeinschaft unterdessen zum besseren Schutz von Flüchtlingen aus Syrien aufgerufen. „Wir haben eine unausweichliche moralische Verpflichtung, diesen Flüchtlingen zu helfen“ , sagte Jolie am Freitag vor dem UN-Sicherheitsrat.