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Flugsicherheit: Dobrindt gegen Berufsverbot für Piloten ++ Verkehrssicherheit: NRW kauft mobile Schutzwände gegen Gaffer

Dobrindt gegen Berufsverbot für Piloten

Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) hat sich gegen Forderungen nach einem Berufsverbot für depressive Piloten oder Busfahrer als Konsequenz aus dem Absturz der Germanwings-Maschine ausgesprochen. „Ein höheres Risiko wäre es doch, wenn Anreize gesetzt werden, Depressionen zu verheimlichen“, sagte Dobrindt dem „Tagesspiegel“. Depressionen seien „heute eine weit verbreitete Krankheit, die in den meisten Fällen gut heilbar ist“. Bei dem Airbus-Absturz waren alle 150 Menschen an Bord ums Leben gekommen. Das Copilot Andreas Lubitz offenbar psychische Probleme hatte, war eine Diskussion über ein Berufsverbot im Fall von Depressionen entbrannt.

NRW kauft mobile Schutzwände gegen Gaffer

Mobile Sichtschutzwände sollen in Nordrhein-Westfalen künftig Unfallopfer vor neugierigen Blicken schützen. NRW-Verkehrsminister Michael Groschek (SPD) will die Neuanschaffung am Freitag vorstellen. „Gaffern“ verursachen Staus auf der Gegenfahrbahn, behindern die Retter anstatt zu helfen, oder filmen das Geschehen und die Unfallopfer sogar mit ihren Handy-Kameras. In letzter Zeit hatte die Polizei mehrfach Verfahren gegen Schaulustige eingeleitet, die zum Teil sogar die Aufforderungen der Polizisten, das Filmen einzustellen, ignoriert hatten. Fast eine halbe Million Euro aus Bundesmitteln hat der Landesbetrieb Straßen NRW in insgesamt zwölf Sichtschutzsysteme investiert.